Wim Wenders: Die Magie einer Sekunde

Wim Wenders: Die Magie einer Sekunde

21.03.2012 > 00:00

Wim Wenders zeichnete gestern bei dem Projekt "The Beauty of a Second" unter anderem einen Kurzfilm aus, der gerade einmal 60 Sekunden lang war und schmunzelte, "früher haben sich die Leute immer über meine langen Filme beschwert". Der Filmemacher war der kreative Kopf hinter dem von der Firma Montblanc initiierten Wettbewerb, bei dem Teilnehmer aus aller Welt einsekündige Clips einschicken konnten, aus denen dann unter anderem mithilfe einer Playlist ein einminütiger Film zusammengeschnitten wurde. Wenders war ganz begeistert von dem Projekt und erklärte: "Früher haben sich viele Leute immer beschwert, dass ich zu lange Filme mache, dann habe ich gemeinsam mit Studenten Filme gemacht, die nur wenige Minuten lang waren und war überrascht, wie lang eine Minute sein kann", schmunzelte Wenders. "Und jetzt also 'The Beauty of a Second' - da ich nicht glaube, dass jemand den Schritt zu einer halben Sekunde wagt, also ein wirklich einmaliges Projekt." Weiter verriet der Filmemacher, was ihm in den kurzen Beiträgen alles untergekommen ist. "Eine Sekunde kann lang, komisch, traurig und sogar langweilig sein. Eine Sekunde kann alles sein - sie ist der kleinste Bruchteil des Filmes", schwärmte der "Buena Vista Social Club"-Regisseur. "Eine Sekunde kann viel bewegen und eine Sekunde kann vor allem sehr schön sein." © WENN

Lieblinge der Redaktion