Sie schaffen es tatsächlich in Winnie Puuh etwas Kindergefährdendes zu sehen

"Winnie Puuh"-Spielplatz in Polen verboten

24.11.2014 > 00:00

© disney

Viele von uns verbinden Winnie Puuh (oder englisch "Winnie the Pooh") mit unschuldigen Kindheitserinnerungen. Der freundliche Zeichentrick Bär, dessen einziges Laster ein ausgeprägte Vorliebe für Honig ist.

In der polnischen Stadt Tuszyn sieht das der Stadtrat ganz anders. In dem 7319-Einwohner-Örtchen soll ein Spielplatz nach dem Bären von Alan Alexander Milne benannt werden, doch vor allem die konservativen Ratsmitglieder waren dagegen.

Die Croatian Times berichtet von Tonbändern der Debatten, die die absurden Gründe dafür ans Tageslicht brachten.

Als Allererstes hab der Bär eine "bedenkliche Sexualität". Immerhin, so sagt eine Stadträtin, habe Winnie Puuh keine Genitalien. Und sein Geschlecht werde weder durch den Namen noch durch die Kleidung eindeutig festgelegt. In den Augen der Stadträte ein Problem und ein schlechter Einfluss auf die Kinder. Immerhin könne man Kinder nicht mit einer solchen "zweifelhaften Sexualität" konfrontieren.

Überdies wird der Bär als nicht sonderlich schlau kritisiert. Sein Honigkonsum wird ihm als Sucht ausgelegt und mit Alkoholismus gleichgesetzt. Und obendrein ist er die ganze Zeit halb nackt. Das trifft zwar auf fast alle tierischen Zeichentrickfiguren zu (einige sind sogar komplett "nackt"), aber offenbar sucht man in diesem Stadtrat dringend nach absurden Gründen, Winnie Puuh nicht als Namensgeber eines Spielplatzes zu wählen.

Autor Alan Alexander Milne schrieb 1926 das Buch "Pu der Bär" und landete damit einen Erfolg bei Kindern und Jugendlichen. 1961, fünf Jahre nach dem Tod des Autors, kaufte Disney die Rechte an der Figur und machte ihn zu Winnie Puuh.

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