Elaiza singen beim ESC für Deutschland

Wird der ESC 2014 zum Desaster?

08.05.2014 > 00:00

© Schultz-Coulon/WENN.com

Es könnte der schlimmste Eurovision Song Contest aller Zeiten werden.

Ein schier unüberwindbarer Berg an unangenehmen Vorkommnissen drückt die Stimmung rund um den ESC 2014 bis auf den Tiefpunkt. Die Teilnehmer, das Gastgeberland, die Presse, ja ganz Europa ist betroffen - und es ist bis Samstag keine Besserung in Sicht.

Alles fing an mit dem Weiterkommen von Russland im Halbfinale. Die angespannte Lage in der Ukraine endete für die russischen Teilnehmerinnen in Pfiffkonzerten und Buhrufen - so extrem, dass der dänische Moderator dazwischen gehen musste und einfach weiter machte im Programm.

Auch Österreichs Beitrag beim ESC 2014 ist betroffen: Der Schwulenhass zwischen den Teilnehmern wird laut. Das Opfer: Sängerin Conchita Wurst. Obwohl sie zu den Favoriten zählt und mit Hammer-Stimme daherkommt, stoßen sich andere ESC-Künstler an ihrem Bart und ihrer eben nicht so ganz definierten Sexualität. Wurst ist das egal, der Bart bleibt dran.

Obwohl sich der Sänger aus Armenien später entschuldigte, kann man sein Zitat eben nicht rückgängig machen. Er erklärte, dass er es "irgendwie ertragen muss" neben Conchita aufzutreten und man könne ihr vielleicht helfen "sich zu entscheiden, ob sie eine Frau oder ein Mann ist".

Mit einer noch größeren Krise hat unterdessen Dänemark als Gastgeberland selbst zu kämpfen. Die Kasse ist leer. Drei Millionen Euro wird sie der ESC kosten. Geld, das nicht da ist. Das berichtet "Metroxpress". Vor allem die zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen wegen den Vorkommnissen in der Ukraine kosten extra. Vorkehrungen, die nach der dänischen Polizei überhaupt nicht notwendig sind.

Und als wenn das nicht schon genug wäre, gibt es auch noch organisatorische und kulinarische Probleme. Journalisten, Zuschauer und Künstler bemängeln das unsagbar schlechte Essen, die überfüllten Toiletten, zu heiße Scheinwerfer. "Das hier ist definitiv das größte Arenafiasko, das ich bei Eurovision erlebt habe", schreibt ein Blogger bei "Aftonbladet".

Um das Essensproblem zu lösen wurde von den Veranstaltern eine Imbissbude aufs Gelände gestellt. Dumm nur, dass diese kurze Zeit später explodierte. Dabei wurde der Verkäufer verletzt.

Ein gutes Omen ist das nicht! Aber vielleicht kann bei so einem Unglücks-ESC ja unser deutscher Beitrag von "Elaiza" mit ihrer unglücklichen Startnummer 13 punkten...

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