Woody Allen wehrt sich gegen die Missbrauchs-Vorwürfe.

Woody Allen wehrt sich gegen Missbrauch-Vorwürfe

03.02.2014 > 00:00

© Getty Images

Woody Allen (78) hat zu den Vorwürfen seiner Adoptivtochter Stellung genommen, er habe sie als kleines Mädchen missbraucht.

Dylan Farrow hatte in einem offenen Brief in schockierenden Details ausgeführt, wie ihr Vater sie sexuell missbraucht habe. Es tue ihr weh, dass alle Welt ihn als genialen Regisseur und Intellektuellen verehre.

Nun gibt es eine erste Antwort von Woody Allen. Über seine Sprecherin Leslee Dart hat er verlauten lassen, er habe den Artikel gelesen. Die Behauptungen seien "unwahr und erbärmlich", wie CNN zitiert. Der Regisseur werde darauf bald persönlich reagieren. Außerdem bezog sich die Sprecherin auf ein Gerichtsverfahren, das 1992 stattgefunden hat. Damals beschuldigte ihn seine Exfrau Mia Farrow, sich an der gemeinsamen Adoptivtochter vergriffen zu haben.

In Folge der Scheidung verlor der Filmemacher das Sorgerecht, für den sexuellen Missbrauch aber wurden keine Beweise gefunden. Die Tochter von Woody Allen habe Schwierigkeiten, zwischen Realität und Phantasie zu unterscheiden, hieß es.

Nach den neuerlichen Vorwürfen erklärte seine Sprecherin: "Zu der Zeit wurden Ermittlungen des Gerichtes und unabhängiger Experten durchgeführt. Die Experten kamen zu dem Schluss, dass es keine glaubwürdigen Hinweise für sexuelle Belästigung gefunden; und dass Dylan Farrow wahrscheinlich von ihrer Mutter Mia Farrow zu ihren Aussagen getrieben wurde."

1997 geriet Woody Allen erneut in Kritik, als er seine andere Adoptivtochter, Soon-Yi Previn, heiratete, die 37 Jahre jünger ist als er selbst. Seither spricht deren Bruder, der leibliche Sohn von Woody Allen, nicht mehr mit seinem Vater.

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