Das Zweite Deutsche Fernsehen – Ein gutes Stück Fernsehgeschichte

Im Jahr 1963 ging das ZDF auf Sendung und ist seitdem nicht mehr aus dem TV-Programm wegzudenken. Nach diversen Schwierigkeiten ging das Zweite letztendlich am 1. April an den Start. Ursprünglich war Essen als Sendersitz gedacht, doch die Mehrheit entschied sich für Mainz. Immerhin konnten direkt 61 Prozent der Fernsehteilnehmer erreicht werden. Ab 1962 waren es dann stolze 80 Prozent. Die kamen dann auch direkt in den Genuss von Farbfernsehen. Trotzdem stand der Sender anfangs finanziell gesehen nicht sonderlich stabil da. Dieses Problem wurde durch die systematische Erhöhung der Fernsehgebühren jedoch aus der Welt geschafft.

Der böse Fluch der  Kukident-Zielgruppe

Mit „Wetten dass…??“, dem „ZDF-Fernsehgarten“ und Verfilmungen von Rosamunde Pilcher-Romanen zieht das ZDF ein eher betagteres Publikum vor die Mattscheibe. Die Bezeichnung „Kukident- oder Heizdecken-Sender“ können die Macher nur belächeln. Schließlich ist nichts daran verwerflich für die ältere Generation attraktiv zu sein. Trotzdem arbeitet die Intendanz daran, auch jüngere Zuschauer zu erreichen. Intendant Thomas Bellut erklärte „FAZ“ einst gegenüber: „Man muss einfach sehen, dass die Älteren mehr Zeit haben und schon deshalb mehr fernsehen. Die lesen ja auch mehr Zeitung. Natürlich wollen wir „jünger“ werden, deshalb war ich ja auch sehr interessiert an der Champions League, weil uns der Fußball das Tor zu den Jüngeren öffnet. Aber in erster Linie kommt es mir darauf an, Kontakt zu unseren Zuschauern zu halten. Ich wäre doch verrückt, wenn ich nicht auch auf die Älteren setzen würde. Für die Jüngeren haben wir ZDFneo. Von wilder Verjüngung halte ich gar nichts.“

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