Altersvorsorge aufbessern: Die besten Tipps für Frauen

InTouch Redaktion

Wie sorge ich fürs Alter vor?

Entspannt und unbeschwert dem Ruhestand entgegensehen – das sind die wichtigsten Tipps für Frauen!

Altersvorsorge Tipps
Foto: Getty Images

Auch wenn die Rente noch in ferner Zukunft zu liegen scheint: Als Frau sollte man sich besonders früh um die eigene Altersvorsorge kümmern.

Denn lange Pausen oder Teilzeit-Arbeit etwa aus familiären Gründen wirken sich stark auf die Rente aus. Lösungen bei solchen Problemen und einen Leitfaden für alle Fragen rund um das Thema Geld bietet die Stiftung Warentest mit dem „Finanzplaner Frauen“.

 

Die Aussichten auf die Rente

Angesichts häufiger Meldungen über das sinkende Rentenniveau, also das Verhältnis von Durchschnittsrente zu Durchschnittseinkommen, fürchten sich viele vor Altersarmut. Dass die heute 30-Jährigen gar keine Rente bekommen werden, stimmt so nicht. Aber die Rente wird vermutlich nicht mit der Inflation mithalten. Das heißt: Die Rente an sich wird nicht weniger, aber man wird sich davon nicht mehr so viel leisten können wie heute. Wie hoch sie konkret ausfällt, hängt von sogenannten Entgeltpunkten ab. Diese werden durch das eigene Einkommen im Verhältnis zum Durchschnittsverdienst der Bevölkerung bestimmt. 2018 liegt dieser voraussichtlich bei 37.873 Euro. Ein Jahreseinkommen von 30.300 Euro ergibt dann 0,8 Punkte, eines von 45.000 Euro 1,19 Punkte. Wer zum Ende seines Berufslebens 45 Punkte auf dem Konto hat, kann nach derzeitigem Stand mit etwa 1.396 Euro Rente rechnen.

 

Staatliche Förderung fürs Alter

Je nach Lebenssituation kann sich eine der staatlich geförderten Vorsorgevarianten lohnen, also die Betriebs-, die Riester- oder die Rürup-Rente. Eine Betriebsrente muss jedes Unternehmen anbieten. Wer davon ausgeht, viele Jahre in derselben Firma tätig zu sein, ist damit gut beraten. Die Einzahlungen bleiben bis zu einem bestimmten Wert, aktuell 6.240 Euro im Jahr, steuer- und sozialabgabenfrei. Wenn der Arbeitgeber die Rente dann noch aufstockt, kann sich das richtig lohnen. Besonders attraktiv für Mütter ist dagegen die Riester-Rente, denn hier zahlt der Staat eine jährliche Grundzulage von 175 und pro Kind bis zu 300 Euro. Vorausgesetzt die Einzahlung beträgt vier Prozent des eigenen Vorjahreseinkommens. Hat man im Vorjahr nicht gearbeitet, reicht der Mindestbeitrag von 60 Euro. Die Rürup-Rente empfiehlt sich für Selbstständige als Ersatz für die gesetzliche Rente. Denn einen Großteil der Beträge kann man von der Steuer absetzen.

 

Freiwillige Beiträge für die Altersvorsorge

Ebenfalls für Selbstständige interessant ist die Zahlung eines freiwilligen Beitrages in die gesetzliche Rentenversicherung. Sie können nicht nur frei wählen, ob sie dort einzahlen, sondern auch wie viel (zwischen 83,70 und 1.209 Euro im Monat). Für Angestellte sind freiwillige Beiträge leider erst ab einem Alter von 50 Jahren möglich. Dann kann man diese Option nutzen, um die Rente weiter aufzustocken. Der entscheidende Vorteil: Im Gegensatz zu privaten Versicherungen liegt die Rendite der gesetzlichen Rente aktuell noch bei rund drei Prozent.

 

Private Rentenversicherungen

Mit derzeit 0,9 Prozent Zinsen ist die klassische private Rentenversicherung tatsächlich nicht gerade attraktiv. Einige Versicherer verzichten sogar ganz auf die Verzinsung und bieten den Kunden stattdessen eine Überschussbeteiligung an, deren Höhe jedoch nicht sicher ist. Eine gute Alternative sind fondsgebundene Rentenversicherungen. Dabei fließt ein Teil der Beiträge in sichere Sparanlagen, der andere Teil in Investmentfonds. Ein Teil des Geldes ist also sicher, der andere risikobehaftet – Gewinne sind genauso möglich wie Verluste.

 

Börsengeschäfte risikieren

Wer das Risiko nicht scheut, der kann sich auch an Investmentfonds wagen. Gute Erträge bieten meist Fonds, die aus weltweiten Aktien zusammengestellt sind, nicht nur aus deutschen. Die Stiftung Warentest bewertet regelmäßig solche Fonds und bietet konkrete Anlagevorschläge für Einsteiger. Ist man gut informiert, lässt sich auch an der Börse das Risiko kleinhalten.

 

Das Einkommen erhöhen

Nicht nur im Ruhestand kann es auf dem Konto eng werden. Was Sie tun können, damit am Monatsende Geld übrig bleibt:

  • Mehr Gehalt aushandeln

Schreiben Sie sich zuvor Ihre Argumente für eine Gehaltserhöhung auf, dann sind Sie im Gespräch gleich sicherer. Klappt es dennoch nicht, können Sie mit dem Chef auch über eine Sachleistung wie etwa das Monatsticket für Bus und Bahn sprechen.

  • Einen Zweitjob ausüben

Wenn das Geld einfach nicht reicht, kann ein Minijob mit bis zu 450 Euro auf dem Konto viel bewirken. Informieren Sie Ihren Haupt-Arbeitgeber darüber. Den Nebenjob verbieten kann er nur, wenn dieser Ihre Arbeit negativ beeinflusst.

  • Staatliche Hilfe beantragen

Wenn das eigene Einkommen nicht reicht, hilft der Staat aus. So gibt es Wohngeld, Zuschläge zum Kindergeld, die Grundsicherung oder Hartz-IV-Leistungen ergänzend zum eigenen Einkommen. Wenden Sie sich an die Beratungsstellen der Sozialverbände.

 
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