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Barbara Schöneberger: Traurige Familien-Beichte

Mami, warum kannst du nicht zu Hause bleiben? Wenn Kinder mit Tränen in den Augen solche Fragen stellen, überlegt wohl auch die emanzipierteste Frau: War es die richtige Entscheidung, wieder arbeiten zu gehen

Barbara Schöneberger hat ein schlechtes Gewissen
Barbara Schöneberger hat ein schlechtes Gewissen Foto: GettyImages

Barbara Schöneberger hat lange überlegt, ob sie ihren Sohn und ihre Tochter wirklich von anderen Menschen betreuen lassen möchte, um wieder vor der Kamera stehen zu können. „Ich habe bei meinen Kindern lange gebraucht, um mir selbst zu glauben: Es ist okay, wenn ich arbeite. Es ist okay, wenn ich eine Nacht nicht zu Hause bin“, erzählt sie jetzt.

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Barbara Schöneberger hat ein schlechtes Gewissen

Sie ist eine arbeitende Mutter, so wie 60 Prozent aller Frauen, die nach spätestens drei Jahren wieder arbeiten gehen. Aber hat es Barbara nicht im Herzen wehgetan, ihre nach Mama rufenden Kinder zurückzulassen? „Meine Kinder haben noch nicht einmal gerufen“, erinnert sie sich lachend.

Und trotzdem habe sie immer ein schlechtes Gewissen. „Ich habe mir nach jedem Auftritt einen Mörderstress gemacht, um nach Hause zu hetzen. Das würde kein Mann machen! Kein Mann geht morgens mit tränenerstickter Stimme zur Arbeit und verspricht, ganz bestimmt bald wiederzukommen. Keiner!“

Ganz egal, wie gleichberechtigt Frauen und Männer heute angeblich sein sollen – es sind doch immer nur Frauen, die sich erklären müssen. Ein Mann wird nicht gefragt, wie er Beruf und Familie unter einen Hut bekommt. „Weil sie sich den Druck nicht machen“, glaubt Barbara. „Und nicht zu schlechtem Gewissen neigen.“