Daisy Ridley: Mein Vater ist ein Star Trek Fan

Daisy Ridley im Interview: Sie wird die neue Star Wars-Prinzessin

15.12.2015 > 16:46

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Wie hast du dich gefühlt, als du die Zusage für die Rolle bekommen hast?

Es war nicht so, dass es den einen Anruf gab. Es gab etwa fünf Castings über sieben Monate verteilt. Und dann hieß es „warten“! Und dann plötzlich rief mich JJ Abrams an, als ich im Theater saß. Das war total verrückt. Als ich nach dem Anruf zurückkam durfte ich das nicht den Leuten sagen, mit denen ich da war. Ich durfte das die ersten drei Monate niemandem außer meinen Eltern und meinen Geschwistern sagen. Da mein Telefon dann aber direkt leer war, war ich mit dieser unglaublichen Nachricht erstmal allein.

Wer war dann die erste Person, der du es verraten durftest?

Meine Mutter und meine Schwester saßen in der Küche und ich sagte: Ich hab Star Wars! Und dann hab ich es meinem Vater gesagt, der schon geschlafen hatte und erst gar nicht richtig reagierte. Am nächsten Tag rief er mich an und sagte: Deine Mutter hat da was von einer Rolle erzählt. Stimmt das?- Dad, das hab ich dir selbst erzählt!

Das klingt ziemlich unaufgeregt. Gibt es in deiner Familie Star Wars Fans?

Eigentlich nicht so. Mein Vater hat mir obendrein erzählt, dass er eigentlich Star Trek lieber mochte. Aber meine Eltern sind generell keine „Fans“. Es gab nie besondere Musik oder besondere Filme, die sie toll fanden.

Ein bisschen konnte man schon im Trailer sehen. Wirst du denn auch mit einem Lichtschwert kämpfen dürfen?

(grinst verschwörerisch) Also mit dem Stab habe ich gekämpft, den man im Trailer sieht. Ich kann bis jetzt nur verraten, dass Finn, also John Boyega auf jeden Fall mit Lichtschwerten kämpft.

Hattest du richtiges Kampf-Training?

Es war eher normales Fitnesstraining und Stunt-Training. Da musste ich dann auch erstmal dicht halten, als Freunde fragten, warum ich plötzlich so muskulös geworden bin. Aber von Kampftraining würde ich nicht sprechen. Meine Trainerin und mein Stunt-Double. Das sind ausgebildete Martial Arts Experten. Ich würde mir niemals anmaßen zu behaupten, dass ich dasselbe oder auch nur etwas ähnliches mache.

Wie war deine Beziehung zu Star Wars bevor du die Rolle bekommen hast?

Das war ein bisschen wie die Beziehung zu einem entfernten Cousin. Ich wusste, dass es das gibt. Ich hab es auch schon mal gesehen. Aber eng war das nie. Je mehr ich mich damit befasste, merkte ich aber, wie viel ich schon darüber wusste, weil es einfach überall in der Pop-Kultur zu finden ist. Das war ganz verrückt zu merken „Hey, den kenn ich doch!“

Hättest du je geglaubt die Rolle kriegen zu können?

Ein Freund von mir, der als Visagist arbeitet, erzählte mir von dem Film und ich hatte da so ein komisches Gefühl, dass ich mich dafür wirklich vorstellen sollte. Dann sagte ich das meiner Agentur und es passierte über Monate erstmal gar nichts. Dann kam irgendwann die Nachricht, dass es öffentliche Castings geben würde und sie eigentlich unbekanntere Schauspieler für die Rollen wollten. Meine ersten beiden Castings waren schrecklich, aber irgendetwas sagte mir, dass es trotzdem das richtige war,  es zu tun. Immer wenn ich rausging dachte ich, ich hab dies nicht gemacht, und dies nicht gemacht. Und selbst jetzt, wo ich die Rolle habe, sind noch immer die Zweifel da. Die Leute könnten sich ja fragen, warum ausgerechnet ich die Rolle unter so vielen Bewerbern bekommen habe.

Das bedeutet auch eine Menge Druck…

Nicht so viel wie für J.J. Abrams. Die Fans erwarten vor allem von ihm sehr viel.

Wie war es Harrison Ford und den anderen Star-Wars-Legenden am Set zu begegnen?

Ermutigend! Wir konnten sie vor dem Dreh natürlich alle schon einmal treffen. Harrison Ford ist einfach Han Solo und Indiana Jones. Das ist schon verrückt darüber erstmal hinweg zu kommen. Wenn man mit den Menschen redet, werden sie einfach menschlich für einen.

Wie nennst du ihn? Harrison oder Mr. Ford?

Ach komm schon (lacht)! Er heißt Harrison! Stell dir das doch mal vor am Set, wenn ich mich als Ms. Ridley vorgestellt hätte. Nein, er ist Harrison für mich.

Mit so einer großen Rolle dürften deine Berufswünsche alle erfüllt sein, was wünschst du dir für die nächsten Jahre?

Wenn der Rest meines Lebens genauso glücklich wird, wie die letzten vier Jahre, dann wird schon alles gut werden.

Hast du außer dem Trailer schon selbst etwas vom Film gesehen?

Nein, ich bin auf da fast auf dem gleichen Stand wie alle anderen. Ich habe letztens Steven Spielberg gesehen und war so aufgeregt – Steven Spielberg! Und er sagte mir, dass er den Film schon drei Mal gesehen hat!

Bist du auch so eine toughe Person wie Rey?

Naja, Rey ist ja nicht nur die einsame Draufgängerin, die sich alleine durchkämpft. Sie entwickelt sich schon über den ganzen Film hinweg und zeigt auch andere Seiten. Aber ein bisschen tough bin ich auch (lacht).

Was unterscheidet Rey von Prinzessin Leia oder Prinzessin Amidala?

Sie ist nicht in einer wohlhabenden Familie aufgewachsen. Sie musste jeden Tag für sich kämpfen um zu überleben.

Wie ist es dein Gesicht überall zu sehen und erkannt zu werden?

Es wird immer mehr, ich hoffe nur, dass sie Menschen nicht genervt davon sind, mich gerade überall sehen zu müssen. Es ist komisch, aber irgendwie auch total spannend.

Wie bist du grundsätzlich zur Schauspielerei gekommen?

Ich war ein aufgedrehtes Kind und damit ich mich auspowern konnte hat mich meine Mutter zum Tanzunterricht geschickt. Dann habe ich mich irgendwann verletzt und habe stattdessen dann Schauspielerei gemacht. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass irgendwann ein Punkt kam, an dem ich sagte: Ich will das beruflich machen. Eigentlich wollte ich immer im Zoo arbeiten, weil ich Affen so liebe (lacht)!

Gibt es schon verrückte Gerüchte über dich?

Ich habe irgendwann mal erzählt, dass ich Steppunterricht hatte. Genau einmal. Seitdem glauben die Leute, ich wäre die große Stepptänzerin. Aber ansonsten gibt es über mich nicht so viel zu wissen. Ich bin einfach ein ganz normales Mädchen.

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