Das verraten unsere Haare über unsere Gesundheit!

InTouch Redaktion
Das verraten unsere Haare über unsere Gesundheit!
Ungesunde Haare können auf eine schlechte körperliche Gesundheit hindeuten
Foto: Getty Images

Brüchig, schuppig, glanzlos – das kann die Folge falscher Pflege sein. Doch es gibt weitere Ursachen für Haarprobleme …

Rein anatomisch gesehen sind Haare ein Teil unserer Haut. Und genau wie diese offenbaren auch die Haare unser Innerstes: Neueste Studien belegen, dass sie neben dem Seelenzustand auch viel über die körperliche Gesundheit verraten – ein Zusammenhang, der lange Zeit unterschätzt wurde. Mineralstoffmangel, Medikamente oder sogar Krankheiten – all das lässt sich an ihnen ablesen und sogar noch Jahre später nachweisen. Denn jedes Haar ist an den Blutkreislauf angeschlossen und speichert Stoffe, die im Blut zirkulieren.

 

Haarausfall zeigt zu viel Stress an

Ursache: Wer über Wochen deutlich mehr Haare als sonst verliert – bis zu 100 am Tag sind normal –, sollte das von einem Experten abklären lassen. Es könnte zum Beispiel eine genetische Veranlagung zugrunde liegen, die sogenannte androgenetische Alopezie. Es gibt aber noch mehr mögliche Ursachen: Mangelzustände (Zink, Selen, Eisen, Vitamine), Infektionen, aber auch Stress, Hormonschwankungen und Medikamente.

Tipp: Bei Haarausfall ist die genaue Diagnose sehr wichtig. Hierfür einen Dermatologen aufsuchen. Viele Praxen bieten sogar eine eigene Haarsprechstunde an.

 

Bruch durch Vitaminmangel

Ursache: Zu straffe Zöpfe, heißes Föhnen, Dauerwellen oder Colorationen – all das greift die Haare an und sorgt für erhöhte Brüchigkeit. Haarbruch kann aber auch durch einen Vitamin-H-Mangel ausgelöst werden. Das Vitamin, auch Biotin genannt, ist einer der wichtigsten Bausteine für gesundes Haar: Es fördert den Aufbau von Keratin – dem Hauptbestandteil von Haaren und Nägeln – und kräftigt ihre Struktur. Neben Biotin spielt Zink eine wichtige Rolle: Viel steckt z. B. in Weizenkleie, Haferflocken und Kürbiskernen.

Tipp: Biotin kommt in der Nahrung nur in sehr geringen Dosierungen vor. Daher raten Experten zu speziellen Präparaten aus der Apotheke.

 

Schilddrüse hemmt Glanz

Ursache: Ein „Strohnest“ auf dem Kopf kann ein Zeichen von falscher Pflege und zu viel Färben sein. Aber auch eine Schilddrüsenunterfunktion macht das Haar stumpf. Die Drüse produziert dann zu wenig Stoffwechselhormone.

Tipp: Bei anhaltender Müdigkeit, plötzlicher Gewichtszunahme und kalten Händen ab zum Arzt.

 

Trockenheit löst Schuppen aus

Ursache: Schuppenbildung weist meist auf trockene Kopfhaut hin. Hinter anhaltenden, starken Schuppen können aber auch Hauterkrankungen wie Neurodermitis, Schuppenflechte und Pilzinfektionen am Kopf stecken.

Tipp: Einige Tropfen Olivenöl in die Kopfhaut massieren und über Nacht einwirken lassen. Am Morgen mit mildem Shampoo auswaschen.