Die goldene Kamera: Nach "Goslinggate" sollen Joko und Klaas die Statue zurückgeben

Was ist am "GoslingGate"-Vorfall bei "Die goldene Kamera" eigentlich schlimmer? Die Tatsache, dass Joko Winterscheidt, Klaas Heufer-Umlauf und ihrem Team der Streich gelungen ist, oder was dieser Streich aufzeigte?

Sie sollen die Goldene Kamera zurückgeben
Foto: getty

Schließlich wurde ziemlich deutlich klargemacht: Wenn ein großer US-Promi zur Verleihung kommt, dann kriegt er auch eine goldene Kamera - um jeden Preis. Ob da nun wie in diesem Jahr eine neue Kategorie erfunden werden muss, oder ob der einzig anwesende Hollywood Star in den Monaten zuvor gar keine Filme veröffentlicht hat (Denzel Washington, 2012).

 

Mit "Insiderwissen" die Goldene Kamera bloßgestellt

In den Statements, die die Veranstalter der Goldenen Kamera nun zu dem zutiefst peinlichen "GoslingGate"-Vorfall abgeben, wird das Augenmerk dann doch lieber auf die Frage nach dem "Wie" gerichtet. Da Joko Winterscheidt und Klass Heufer-Umlauf selbst schon Gäste der Veranstaltung waren, hätten sie schließlich Insider-Wissen und konnten so ihren Streich durchführen.

„So wussten sie zum Beispiel genau, dass Stars und andere gefährdete Personen ihre eigenen Sicherheitsleute mitbringen und das Sicherheitskonzept der Goldenen Kamera hier nicht mehr zieht“, wird erklärt. Hinter dem Schutzwall seiner "eigenen Bodyguards" habe man nicht erkennen können, dass es sich nur um ein Double des Schauspielers handelt. Den gelernten Münchener Koch Ludwig Lehner, der gelegentlich als Ryan-Gosling-Double auftritt, bekam vor seinem Auftritt also keiner zu sehen. Ob man die Erkenntnis, dass weltberühmte Stars bei einer deutschen Preisverleihung ihre eigenen Bodyguards und ihre Entourage dabei haben, nun als "Insiderwissen" deklarieren muss, ist wohl eine andere Frage.

 

Falsche Gewinner und schlechte Verlierer

Wenngleich der Streich von den Machern der Goldenen Kamera als gelungen anerkannt wird, geben sie sich letztendlich dann doch die Blöße zu betonen, dass die Aktion "so gar nichts Unterhaltendes" an sich gehabt habe.  „Außerdem wird die Redaktion die gestohlene Goldene Kamera zurückfordern. ,La La Land’ hat den Preis gewonnen, die Redaktion wird ihn dem echten Ryan Gosling übergeben“, wird noch weiter klargemacht, dass die Veranstalter den Zwischenfall eben doch nicht so richtig mit Humor nehmen können.