Dieter Bohlen: "Meine versteckten Talente sind zu Hause"

InTouch Redaktion

Der Pop-Titan sucht wieder „Das Supertalent“. In CLOSER verrät er, was uns dieses Jahr erwartet – und warum er nach den Shows nicht mit den Kandidaten feiert.

Sie gehen wieder auf die Jagd. Dieter Bohlen (63), sein kongenialer Partner Bruce Darnell (60) und Neuzugang Nazan Eckes (41) suchen ab sofort das neue „Supertalent“ (samstags, 20.15 Uhr, RTL). CLOSER sprach exklusiv mit Jury-Boss Bohlen über die neue Jury, seine eigenen Talente und seine größten Fans – die Familie …

Das Supertalent“ geht in die elfte Staffel? Worauf können wir uns freuen?

Wir sind eine Mischung aus Weltklasse und Weltwahnsinn, aus Lachen und Weinen, aus leise und laut … Wer bietet das sonst? Und das mit den beiden besten Leuten im deutschen Fernsehen: Bruce und mir (lacht).

Vielen denken, man habe alles schon gesehen – und wird wieder überrascht …

Die Show lebt von Überraschungen. Es gab Momente, in denen die Jury geglaubt hat: Das kann nicht wahr sein – sowohl im Positiven als auch im Negativen. Der Wahnsinn ist hier zu Hause.

Welche Nummern sind Ihnen persönlich am liebsten?

Ich bewundere Artisten, die ihr ganzes Leben jeden Tag dafür schuften, einen zweiminütigen Auftritt zu performen. Wir haben Kandidaten, die täglich zehn Stunden üben, und das seit 20 Jahren. Das verlangt mir echt höchsten Respekt ab.

Was reizt Sie weniger?

Wenn Leute sich ’ne rote Pappnase ankleben und mit zwei Bananen jonglieren, bin ich nicht wirklich begeistert. Aber auch Hip-Hop-Tänzer, die immer denselben Kram tanzen, hauen mich nicht um.

Insgesamt gibt es zehn Sieger. An welchen davon erinnern Sie sich am liebsten?

Ich komme ja aus dem Musikbereich, und mich emotionalisiert Musik am meisten. Michael Hirte hat Deutschland bewegt. Nach so was suchen wir in jeder Staffel. Einer, der nirgends ein Zuhause hat, der nirgends auftreten kann und sein Talent zeigen kann – und in ein paar Minuten zum TV-Liebling wird. Das ist „Das Supertalent“.

 

Was wäre Ihr Supertalent?

Ich kann supergut vom Stand-up-Paddel fallen; immer wieder mit neuen Fall-Techniken. Aber das wollte bisher keiner sehen (lacht).

Sie sind sechsfacher Vater – da muss man doch supertalentiert sein, oder?

Das sind mehr meine versteckten Talente. Die sind eher für zu Hause …

Sie erwähnen häufig Ihre Familie in TV-Shows, grüßten sogar letztens Ihre kleine Tochter Amelie. Ist sie stolz, dass ihr Papa in der Jury sitzt?

Meine Tochter ist mein größter Fan.

 

„Wenn ich das Lachen meiner Kinder sehe, brauche ich keinen Schlaf“

Sie fahren nach jeder Show direkt nach Hause und verzichten auf die After-Show-Party. Warum ist Ihnen das so wichtig?

Frühstücken gemeinsam mit der Familie – dafür kann man sich dann die Zeit auf der Autobahn auf dem Weg nach Hause um die Ohren schlagen. Wenn ich das Lachen meiner Kinder sehe, brauche ich keinen Schlaf.

Die „Supertalent“-Familie hat auch Zuwachs bekommen: In der Jury begrüßen Sie Nazan Eckes. Wie kam es dazu?

Ich habe sie schon vor fünf Jahren vorgeschlagen. Sie passt einfach gut in die Show.

Mussten Sie ihr Engagement abnicken?

Bei uns sind alles Team-Entscheidungen; aber sich gegen mich durchzusetzen, ist immer schwierig (lacht).

Können Sie sich noch an die erste Begegnung erinnern?

Hm, schwer. Ich weiß noch, dass wir einmal in meiner Heimat Tötensen durch die Gegend fuhren, um eine Sendung zu besprechen.

Was versprechen Sie sich?

Dass sie ist, wie sie ist. Das reicht bei ihr total …

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Finden Sie das Aus von Victoria Swarovski schade?

Ich finde es immer schade, wenn Menschen unser Team verlassen. Aber das ist ja beim Fußball auch so: Man versucht immer, den ersten Sturm aufs Feld zu stellen.

Kommen wir mal zu Bruce … Es ist Liebe, oder?

Total! Ich hatte noch nie zu wem ein so tolles Verhältnis. Das ist nicht gespielt, wir sind „Blutsbrüdaz“. Sieht man nicht so auf den ersten Blick, aber wir sind Zwillinge.

Woran liegt das?

Er ist loyal – wo gibt es das noch in der Branche? Ich vertraue ihm blind, und er kann von mir alles haben. Wir wachsen immer mehr zusammen, würden gerne viel mehr zusammen machen.

Wie lange können Sie sich noch vorstellen, „Das Supertalent“ zu suchen?

Solange es mit Bruce so viel Spaß macht und das Publikum uns derart treu ist.

Warum ist die Faszination „Supertalent“ so groß?

Wir sind ehrlich, machen niemandem etwas vor. Wir sind so spontan aus dem Bauch heraus, wie es nur sein kann. Wir haben nie was vorher gesehen, was vorher besprochen – uns sagt keiner, was wir machen sollen, es ist unsere Show.