Donald Trump: Geht er mit der Steuerreform endgültig zu weit?

Donald Trump: Geht er mit der Steuerreform endgültig zu weit?

27.04.2017 > 09:24

© Getty Images

Seit knapp 100 Tagen ist Donald Trump nun als US-Präsident im Amt. Zu diesem "Jubiläum" will er den größten Erfolg seiner Arbeit vorweisen und zwar mit der "größten Steuerreform der Geschichte"! Doch die hat in Wahrheit einen großen Haken: Denn statt dem Otto-Normalverbraucher, werden davon vor allem die sowieso schon Reichen profitieren! Schießt sich Donald Trump damit endültig ins Aus?

Donald Trump: Scheidungs-Schock!

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Donald Trump: Die "größte Steuerreform der Geschichte"!

Das Verspechen einer Steuersenkung ist natürlich für das Volk zunächst ein Traum und ein gutes Argument für den Präsidenten. Doch am Ende sind es nicht immer die normalen Bürger, die wirklich davon profitieren. So machten die Ex-Präsidenten Ronald Reagan und George W. Bush beispielsweise mit ihren Reformen besonders die Reichen immer reicher! Und das soll auch bei Donald Trump nicht anders sein.

Am Mittwoch schickte Donald Trump Finanzminister Steven Mnuchin vor die Presse, er sollte den Bürgern "die größten Steuersenkungen und die größte Steuerreform in der Geschichte" präsentieren - auf nur einem Blatt Papier!

Der Inhalt: Das Steuersystem soll vereinfacht werden. Die Erbschaftsteuer soll wegfallen, der Spitzensatz der Einkommenssteuer soll von 39,6 auf 35 Prozent und der Unternehmensteuersatz von 35 auf 15 Prozent sinken. 

 

Für die Reichen würde die Steuer am meisten fallen

Der Haken: Die Senkung des Spitzensatzes der Einkommenssteuer würde vor allem den Reichen zu Gute kommen. Denn der aktuelle Höchstsatz betrifft nur Haushalte, die mehr als 470.000 Dollar im Jahr verdienen. Die großen Unternehmen freuen sich am meisten über die Senkung der Unternehmenssteuer und auch die Erbschaftssteuer trifft eher auf Millionäre zu, die ihr Erbe steuerfrei weitergeben wollen.

Die "New York Times" bringt es auf den Punkt: "Dies ist keine Steuerpolitik, sondern ein von Trump angeführter Raub."

Immerhin gibt es Hoffnung: Der Plan muss erst durch den Kongress kommen. Ob Donald Trump das wirklich schafft, ist fraglich...

 
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