Echo 2018: Skandal-Sieg von Farid Bang und Kollegah

InTouch Redaktion

Bereits im Vorfeld der Echo-Preisverleihung entfachte eine hitzige Antisemitismus-Debatte über die Nominierten Farid Bang (31) und Kollegah (33). Der Grund : Die Songtext-Zeile "Mein Körper definierter als von Auschwitz-Insassen".

Farid Bang und Kollegah gewannen den Echo
Foto: Getty Images
 

Kollegah und Farid Bang gewannen einen Echo

Auschwitz-Überlebende hatten sich beschwert, der Ethik-Beirat des Musik-Preises jedoch beschlossen, dass die Nominierung trotz des umstrittenen Textes bestehen bleibt. Am Ende gewann das Duo den Preis in der Kategorie "Hip Hop National" sogar.

Der Eklat am Abend der Verleihung des Echos war vorprogrammiert: Als Musiker Campino (55) mit seiner Band den Echo in der Kategorie "Rock National" gewann, hielt er in seiner Rede nicht nur Dankes-Hymnen.

 

Campino bekam für seine Rede Standing Ovations

Sarah Lombardi beim Echo 2018
 

Sarah Lombardi: Erster Auftritt mit neuem Look beim Echo 2018

Bei "frauenverachtenden, homophoben, rechtsextremen und antisemitischen Formen ist für mich eine Grenze überschritten", so der Sänger. "Ich bin nicht die Bundesprüfstelle und auch nicht die Ethikkommission. Aber ich spreche für alle, die so denken wie ich: Verbote und Zensur sind nicht die Lösung. Ich hoffe, dass wir durch solche Auseinandersetzungen zu einem anderen Bewusstsein finden, was noch erträglich ist und was nicht."

Vom Publikum gab's für Campinos Rede Standing Ovations. Kollegah äußerte sich direkt im Anschluss vorerst nur knapp dazu: "Ich will hier keine Politik-Debatte draus machen. Wir sind hier um einen guten Abend zu haben und um zu feiern."

 

Kollegah schoss gegen Campino

Mit dieser Zeichnung schoss Kollegah gegen Campino
Mit dieser Zeichnung schoss Kollegah gegen Campino.

Als er und Kollege Farid Bang auf der Bühne ihren Preis entgegennahmen, klang das jedoch ganz anders: "Sich als Künstler, der auch noch aus der gleichen Stadt kommt wie wir, als moralische Instanz aufzuspielen und uns an den Pranger zu stellen ist stillos, und gebührt so einem großen Künstler wie Campino nicht. Als Zeichen des Friedens habe ich ein schönes Portrait gezeichnet, das ich zu einem guten Zweck versteigern werde."

Darauf zu sehen: Eine Karikatur von Campino mit einem Heiligenschein auf dem Kopf...

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