Enissa Amani: Emotionaler Einblick in ihre Vergangenheit

Mit seinem veranlassten Einreiseverbot für Bürger muslimischer Länder in die USA sorgt US-Präsident Donald Trump derzeit für Fassungslosigkeit auf der ganzen Welt. Schon viele Promis haben ihrem Ärger Luft gemacht und jetzt legt auch Enissa Amani nach, die von dem Verbot unmittelbar betroffen ist.

Enissa Amani fühlt sich von Donald Trump diskriminiert
Sie macht ihrer Wut auf Facebook Luft
Foto: Facebook/ Enissa Amani

Auf Facebook veröffentlicht die gebürtige Iranerin einen langen und sehr persönlichen Text, mit dem sie so ehrlich wie nie über die Probleme spricht, die sie von klein auf als Einwanderin hatte und durch Trump nun wieder haben wird.

Darin geht Enissa unter anderem darauf ein, wie schlecht es ihr oft schon als Kind ging, weil sie sich durch ihren sogenannten Fremdenpass oft ausgegrenzt fühlte. „Deutschland hatte uns aufgenommen, uns das Leben gerettet und war zu meiner Heimat geworden, nur dieses blöde Dokument schien trotzdem immer zu sagen, nein, du gehörst trotzdem nirgendwo wirklich hin“, schreibt sie. Im weiteren Verlauf berichtet sie, wie steinig für sie der Weg war bis sie endlich mit 18 Jahren den deutschen Pass erhielt.

Dann habe man ihr allerdings folgendes erklärt: "Sie sind Deutsche Frau Amani, aber der Iran gehört, wie einige wenige Länder auf der Welt, zu denen, die ihre Bürger niemals aus der Staatsbürgerschaft entlassen. Selbst wenn Sie nicht mal deren Pass besitzen, für die bleiben Sie Iranerin und das bedeutet, dass es Länder gibt, in die Sie zwar mit dem deutschem Pass einreisen können, aber wenn Ihnen dort zum Beispiel vor Ort was geschieht, können Sie sich nicht an das deutsche Konsulat wenden, uns sind dann da die Hände gebunden. Sie bleiben für immer Mehrstaatler." Diese Mitteilung habe Enissa zutiefst schockiert, doch mit der Zeit arrangierte sie sich damit. Das Einreiseverbot in die USA reißt nun aber alte Wunden auf.

„Ich kann also nicht einreisen Herr Trump ? Ich und Millionen anderer Menschen, weil sie uns als Gefahr einstufen? Meine kleine Amerika Stand Up Tour im April, auf die ich so stolz war ist nun geplatzt, weil Sie zwischen zwei Orange Colorationen beschlossen haben uns zur Gefahr zu erklären? Scheiss auf den Stand Up. Was ist mit der Menschlichkeit?“, fragt sie fassungslos und endet ihren Post mit den Worten: „Wir alle sehnen uns schmerzhaft nach politischen Figuren mit der Weisheit eines Ghandi, eines Martin Luther King, eines Mandelas, eines Lincoln oder eines Salah ad-Din und müssen uns jetzt mit Dir Affen rumschlagen -bitte, lass es einfach.“