Evelyn Burdecki: "Ich fühlte mich verstoßen"

Vor ihrem Einzug ins „Promi Big Brother“-Haus sprach die TV-Blondine im InTouch-Interview über ihre Familie und machte ein überraschendes Geständnis …

Endlich, endlich, endlich! Seit letzter Woche sind Deutschlands VIPs wieder im „Promi Big Brother“-Container (täglich 22.15 Uhr, Finale am 25.8., 20.15 Uhr, Sat.1) zu bewundern.

Evelyn Burdecki versucht, künstliche Befruchtungen zu verstehen
Evelyn Burdecki versucht, künstliche Befruchtungen zu verstehen Foto: WENN.com

Hallo, Evelyn, wie geht es dir?

So weit, so gut, ich hoffe, das wird sich auch so schnell nicht ändern …

Vom „Bachelor“ zu „Promi Big Brother“ – und das in nur einem Jahr. Ein ziemlich großer Schritt …

Ja, das stimmt. Zumal ich ja auch beim „Bachelor“ in der ersten Runde meine Koffer packen musste. Doch während man in der Kuppelshow ja eigentlich teilnimmt, um einen Mann zu finden, ist das ja jetzt was ganz anderes.

Was versprichst du dir von deiner Teilnahme?

In erster Linie will ich natürlich Spaß haben und den auch im Haus verbreiten. Ich habe kein spezielles Konzept oder so etwas. Ich hoffe aber, dass ich die Zuschauer mit meiner offenen Art unterhalten werde.

Was haben deine Freunde gesagt, als sie von deiner Teilnahme erfuhren?

Alle haben sich gefreut, und sie trauen mir auch zu, dass ich mich dort gut verkaufen werde. Alle rieten mir, ich selbst zu sein. Ich glaube auch, ich kann gar nicht anders …

Und was sagt deine Familie?

Das ist dann noch mal ein ganz anderes Thema gewesen …

Gab es Probleme?

Och, für dieses Format eigentlich nicht. Damit konnten sich alle schnell anfreunden.

Aber davor?

Ja, meine Eltern sind beide schon etwas älter. Meine Mama Teresa ist schon 70. Mein Papa Klemens mit 69 nicht viel jünger. Sie sind beide gebürtig aus Polen – also erzkatholisch und somit etwas konservativer.

Hast du noch Geschwister?

Ja, meinen Bruder Tomek und meine Schwester Margarete. Ich bin froh, dass meine Schwester das so gut aufgenommen hat.

Oh, wieso? Hattest du Angst, ihr davon zu erzählen?

Ja, ein wenig. Als meine Mutter noch in Polen lebte und mein Vater arbeiten ging, hat mich meine Schwester quasi großgezogen. Sie war für mich wie ein Mutterersatz. Sie hat mit mir meine Hausaufgaben gemacht und mir zugehört, wenn ich Kummer hatte. Und ich will sie nicht enttäuschen. Ich habe schon einmal erleben müssen, wie sie aus meinem Leben gerissen wurde.

Das klingt dramatisch!

Ja, für mich brach eine Welt zusammen. Ich war damals im Teenager-Alter, und meine Schwester war schon älter. Da verliebte sie sich in einen Syrer.

Was ja an sich kein Problem ist …

Nein, nein, natürlich nicht. Aber ich konnte damals noch nicht begreifen, warum ich nicht mehr die Nummer eins für meine Schwester war und sie sich auch seinen kulturellen Vorstellungen anpasste. Alles ging damals so schnell. Sie zog schnell aus, und wir hatten dann auf einmal gar keinen Kontakt mehr. Es war, als wäre sie aus meinem Leben gelöscht. Und ich stand ganz allein da. Ich hatte daran sehr zu knabbern und war oft allein zu Hause und habe geweint.

Wie ging es dann weiter?

Lange Zeit gar nicht. Es fiel mir schwer, auf sie zuzugehen, da ich mich natürlich verstoßen fühlte. Und als Teenager fehlte mir da einfach das Verständnis. Aber je länger ich ohne meine Schwester lebte, desto größer wurde mein Schmerz. Dann kam sie aber irgendwann auf mich zu – und ich verschloss mich dann auch nicht mehr.

JW Video Platzhalter
Zustimmen & weiterlesen
Um diese Story zu erzählen, hat unsere Redaktion ein Video ausgewählt, das an dieser Stelle den Artikel ergänzt.

Für das Abspielen des Videos nutzen wir den JW Player der Firma Longtail Ad Solutions, Inc.. Weitere Informationen zum JW Player findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bevor wir das Video anzeigen, benötigen wir Deine Einwilligung. Die Einwilligung kannst Du jederzeit widerrufen, z.B. in unserem Datenschutzmanager.

Weitere Informationen dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Und nun?

Wir sind wieder ein Herz und eine Seele. Meine Schwester und ihr Freund sind mittlerweile verheiratet und haben Kinder. Wir haben uns ausgesprochen, und jeder hat Fehler eingestanden. Die Sache hat mich auf jeden Fall reifer gemacht.

Wird dir das für das Haus auch helfen?

Ja, ich denke, auf jeden Fall. Ich habe daraus gelernt, Konflikte immer direkt anzusprechen. Es bringt nichts, Dinge in sich hineinzufressen. Das habe ich auch seitdem immer vermieden. Irgendwann kommt ohnehin alles hoch.

Was wirst du nach deinem Ausscheiden als Erstes machen?

Na, Interviews geben, wie ich es zum Sieg geschafft habe (lacht). Nein, also ich werde auf jeden Fall meine Familie in die Arme schließen und mit ihnen das Wiedersehen feiern.