Gwyneth Paltrow: „Papas Tod habe ich bis heute nicht überwunden“

Ausgerechnet im Familienurlaub starb ihr Vater. Wie sehr sie das bis heute bewegt, verriet die Schauspielerin WOCHE HEUTE Gwyneth Paltrow: "Papas Tod habe ich bis heute nicht überwunden"
Gwyneth Paltrow nennt ihre Oma eine F*tze Foto: VOX

Ausgerechnet im Familienurlaub starb ihr Vater. Wie sehr sie das bis heute bewegt, verriet die Schauspielerin WOCHE HEUTE

Sie hat einen "Oscar", liebte einst Brad Pitt und war mal die beste Freundin von Popstar Madonna: Gwyneth Paltrow (37). Doch als Mutter von Töchterchen Apple (5) und Sohn Moses (4) hat die Schauspielerin die Rolle ihres Lebens gefunden. Ihre Ehe mit Sänger Chris Martin (33) hat trotz vieler böser Gerüchte auch im verflixten siebten Jahr Bestand. Nach zwei filmfreien Jahren ist sie jetzt wieder im Kino zu sehen. In der Comic-Verfilmung "Iron Man 2" spielt sie Pepper Potts, die Assistentin des Superhelden.

Sie haben lange Zeit keinen Film gedreht!

Gwyneth Paltrow: "Ja. Ich habe eine Pause gemacht, um ganz für meine Kinder da zu sein. Es ist so toll, seine eigenen Nachkommen aufwachsen zu sehen. Zu erleben, wie die zwei die Welt erkunden, die ersten Worte sprechen. Keine Mutter will das verpassen! Auch wenn ich manchmal Lust drehen, bin ich noch daheim geblieben. Denn meine Familie geht mir über alles. Die Kinder sind die Liebe meines Lebens."

Früher war die Arbeit das Wichtigste für Sie ...

Gwynneth Paltrow: "Einen Film nach dem anderen habe ich gedreht, war nonstop unterwegs. Es war wie eine Sucht. Glücklich war ich damit allerdings nicht. Jede Woche ein anderes Hotel, eine andere Stadt, Freunde und Familie ganz weit weg. Mit wem sollte ich über meine Sorgen sprechen? Irgendwann musste ich die Reißleine ziehen, sonst wäre ich daran zerbrochen. Plötzlich war da dann auch der Wunsch, eine eigene Familie zu gründen. Zum Glück habe ich einen so tollen Mann gefunden, mit dem der Traum wahr wurde."

Sie wirken heute glücklich. Dabei mussten Sie auch schreckliche Momente meistern ...

Gwynneth Paltrow: "Der Tod meines Vaters, ja. Das war wirklich furchtbar. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie groß der Schmerz war. Er war meine wichtigste Bezugsperson, mein Mentor. Er fehlt mir noch immer jeden Tag, ich denke ständig an ihn obwohl das alles schon fast acht Jahre her ist. Wir waren damals in Italien im Urlaub. Alles war so herrlich, wir hatten viel Spaß. Plötzlich wurde er krank. Ich brachte ihn in eine Klinik. Aber leider konnten ihm die Ärzte nicht mehr helfen.

Ist es für eine Prominente schwieriger, Kinder großzuziehen?

Gwyneth Paltrow: "Insgesamt leider ja. Eine ,normale' Mutter kann mit ihren Kleinen in den Park gehen, Enten füttern, einfach entspannen. Bei mit ist das leider nicht so. Wenn wir irgendwo unterwegs sind, müssen wir meistens einen Bodyguard dabeihaben. In jedem Busch lauert ein Paparazzo! (lacht). Ich hab mich schon daran gewöhnt, aber erklären Sie das mal einem Kind. Andererseits kann ich meine Kinder vielleicht etwas mehr verwöhnen als andere Eltern. Das hat alles Vor- und Nachteile."

Ihren Kindern zuliebe haben Sie in den letzten Jahren wenig gedreht. Und in Zukunft?

Gwyneth Paltrow: "Ich werde ein Gleichgewicht finden müssen und die Arbeit mit meiner Familie irgendwie vereinen. Aber auch dann, wenn ich wieder drehe, möchte ich nicht wochenlang weg sein. Ich will meinen Kindern eine tolle Mutter sein. Das geht nur, wenn ich immer in ihrer Nähe bin."