Hanka Rackwitz Dschungelcamp Pipi

Hanka Rackwitz spricht über ihre Zwänge und die Trennung

17.01.2017 > 16:18

© RTL

In CLOSER spricht die Maklerin über ihre Zwänge und die Trennung von Freund Pierre


Schock für TV-Maklerin Hanka Rackwitz (46)! Ihre VOX-Show „mieten, kaufen, wohnen“ wird abgesetzt. Schuld daran sind die miesen Quoten. Im Schnitt schalteten nur noch rund 600.000 Zuschauer ein. Für die Leipzigerin könnte der Job-Verlust allerdings nicht nur finanzielle, sondern auch gesundheitliche Folgen haben. Denn Hanka leidet an schweren Zwangsstörungen, die durch Existenzängste verschlimmert werden...

 


Hanka, wie geht es dir mit dem TV-Aus von „mieten, kaufen, wohnen“?


Das ist natürlich ein Schock für mich! Seit 2009 mache ich da ja schon mit. Ich drehe jetzt noch bis September, und dann ist finito. 

 

Du leidest seit Jahren an Zwängen, hast unter anderem Angst vor Schmutz und Bakterien. Verstärken sich diese Phobien durch den Jobverlust?

 
Normalerweise schon. Als ich nach der Wende arbeitslos wurde und mein Studium als Lehrerin nichts mehr wert war, wurden meine Zwänge auch sehr stark. Momentan ist das zum Glück noch nicht der Fall. Seit ich vor ein paar Monaten aus meiner alten Wohnung in die Wohnung über mir gezogen bin, geht es mir besser. In meiner alten Wohnung konnte ich nicht länger bleiben, dort hatte ich große Angst.

 
 

Wovor hast du dich gefürchtet?

Vor Keimen und Dreck! Bei mir war vor einiger Zeit ein Kamerateam von „Shopping Queen“ zu Gast. Die Crew war sehr nett, die haben auch bestimmt nichts angefasst, weil sie um meine Zwänge wussten. Aber mein Unterbewusstsein hat mir immer wieder gesagt: ‚Du weißt es nicht genau, Hanka. Vielleicht hatte doch jemand was berührt!‘ Und ich tue mich doch schwer mit Dingen, die von anderen Menschen angefasst wurden. Deswegen konnte ich zum Schluss nur noch in meinem Wintergarten sitzen. Als meine Nachbarn über mir auszogen, war ich richtig erleichtert, dass ich ihre Wohnung haben kann.

 


Ein kostspieliges Unterfangen...


Ja, vor allem weil ich mir ja alles neu kaufen musste: jeden Löffel, jedes Wattestäbchen, jedes Bild. Damit die Angst nicht mit umzieht, habe ich alle meine Sachen in der alten Wohnung gelassen. Meine Macke kostet mich eine Menge! Gerade habe ich all meine Klamotten weggeschmissen.

 


Wie bitte?

Immer, wenn mich jemand berührt, den ich nicht mag, muss ich das Kleidungsstück wegwerfen. Mittlerweile kaufe ich mir nur noch günstige Klamotten. Aber durch die ständige Angst vor meiner Kleidung lerne ich loszulassen.
Die Zwänge haben auch deine Beziehung zu deinem Partner Pierre zerstört... Ja, ich habe mich Ende des Jahres von ihm getrennt. Es ist mir zwar schwergefallen, weil die Liebe immer noch da war, aber er ist einfach nicht mit meinen Macken zurechtgekommen. Es wurde ihm alles zu viel. Er hat irgendwann angefangen, mich zu provozieren.

 


Was hat er getan?

Wenn ich Salat gemacht habe und mir eine Gurkenscheibe auf den Boden gefallen ist, hat er sie aufgehoben und gegessen. Dabei wusste er genau, wie sehr mich das psychisch belastet. Ich musste einfach einen Schlussstrich ziehen. Wobei ich anfangs ein bisschen gehofft hatte, dass Pierre um uns kämpft. Aber er hatte zwei Monate später eine neue Freundin...

 


Das war bestimmt schmerzhaft für dich!

Das hat mich erst mal umgehauen. Wir waren zehn Jahre zusammen, und ich habe nur gedacht, wie austauschbar ich doch bin. Ich habe mich allein und wertlos gefühlt.

 


Glaubst du noch an die große Liebe?

Es muss nicht die große Liebe sein, aber ich würde gerne jemanden treffen, mit dem ich mir das Leben schön machen kann.

 


Ist es mit Zwängen schwieriger, einen Partner zu finden?

Ja, klar. Ich bin ein bisschen wunderlich, und ich rede viel mit meinen Katzen und mit dem Staubsauger. Vielleicht bin ich zu viel für jemand anderen und sollte lieber alleine bleiben. Aber ich bin auch sicher, dass es Menschen gibt, die meine Macken nicht als Einschränkung sehen, sondern daran wachsen.

 


Wie geht es nach „mieten, kaufen, wohnen“ für dich weiter?

Ich habe zum Glück einige andere Angebote und bleibe im TV-Bereich. Was es genau ist, darf ich noch nicht sagen.
 

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