Hartz-IV-Streit: Taschengeld wird nicht angerechnet

InTouch Redaktion
Das ändert sich für Hartz IV-Empfänger in 2018
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Wer Hartz IV-Leistungen bezieht, muss jede andere finanzielle Zuwendung dem Jobcenter offenlegen. Auch Taschengeld ist immer wieder ein Thema – ein Gericht hat dazu jetzt ein Urteil gefällt.

Geldgeschenke werden bei Arbeitslosengeld II als Einkommen angesehen und die Leistung wird dementsprechend gemindert. 50 Euro Taschengeld der Großmutter dürfen jedoch nicht als Einnahme angerechnet werden, wie nun ein Sozialgericht in Düsseldorf entschieden hat.

 

Taschengeld bei Hartz IV: Ein Gericht hat entschieden

Ein 24-Jähriger erhielt 110 Euro im Monat von seiner Mutter und weitere 50 Euro von seiner Großmutter. Deshalb wurden ihm 160 Euro Leistungen vom Jobcenter gestrichen. Der Mann zog vor Gericht und wehrte sich. Dort entschieden die Richter, dass das Taschengeld der Großmutter nicht angerechnet werde kann.

Das Taschengeld sei dafür gedacht gewesen, Bewerbungskosten zu finanzieren, aber nicht den Lebensunterhalt – deshalb gab das Gericht dem Kläger auch Recht. Zumal seien die 50 Euro sehr gering, dass der Leistungsbezug noch gerechtfertigt sei.

 
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