Helmut Kohl: Seine Witwe bekommt keinen Cent!

Die Witwe von Alt-Kanzler Helmut Kohl († 87) hat vor Gericht jetzt eine bittere Niederlage einstecken müssen: Sie bekommt nämlich keinen Cent! Es ist eine Sensation...

Maike Kohl-Richter
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Rückblick: Kurz vor seinem Tod 2017 wurde dem Kanzler der Einheit eine Millionenentschädigung zugesprochen. In dem Fall ging es um das Buch „Vermächtnis: Die Kohl-Protokolle“ von Heribert Schwan (73). Das Landgericht Köln hatte entschieden, dass das Buch Kohls Persönlichkeitsrecht schwer verletzt habe. Und sprach ihm deshalb die höchste Entschädigungssumme der deutschen Rechtsgeschichte in Höhe von einer Million Euro zu! Kohl reichte das nicht, er ging in Berufung. Doch er starb, bevor der Prozess fortgeführt werden konnte. Deshalb wollte seine Witwe und Alleinerbin Maike Kohl-Richter das Geld an seiner statt zugesprochen bekommen.

 

Kohls Söhne sind erleichtert

Jetzt verlor sie den spektakulären Prozess vor dem Oberlandesgericht Köln. Die Begründung der Richter: Es gehe darum, dem Geschädigten Genugtuung zu verschaffen, und das sei nur möglich, solange er noch lebe. Schmerzensgeld ist nicht vererbbar!

„Die Millionenklage ist weg. Die gierige Kohl-Witwe kriegt keinen Cent“, jubelte Kohl-Biograf Heribert Schwan. Und nicht nur er ist froh. Auch Walter (54) und Peter Kohl (52), die Söhne des im Juni 2017 verstorbenen Altkanzlers, dürfte das Urteil freuen. Die Frau, die sie jahrelang von ihrem Vater fernhielt, sogar die Versöhnung am Sterbebett verhindern wollte – diese Frau hat jetzt so viel verloren. Ein bisschen Schadenfreude spielt da sicher auch mit.