Höhle der Löwen: Dieses Startup brachte die Fans zum Ausrasten

Gestern Abend wurde es emotional bei "Die Höhle der Löwen". Dr. Jens Schwindt präsentierte seinen Frühchen-Simulator "Paul". Doch die Reaktion der Löwen schockierte die Zuschauer.

Höhle der Löwen
Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer
  1. Kein Deal für Baby Paul
  2. Shitstorm im Netz
  3. Das sagen die Löwen zu den Vorwürfen

Mit seinem Auftritt berührte Dr. Jens Schwindt alle. Er entwickelte einen lebensechten Frühgeburt-Simulator, an dem Ärzte für den Ernstfall trainieren können. Allein in Deutschland werden jedes Jahr rund 60.000 Kinder zu früh geboren. Mit der Erfindung könnten etliche Leben gerettet werden. Zehn Prozent Firmenanteil bot die Firma "Sim Characters" für eine Million Euro an.

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Kein Deal für Baby Paul

Der emotionale Vortrag brachte auch die sonst so taffen Löwen aus der Bahn. Judith Williams hatte sogar Tränen in den Augen „Alle meine Töchter mussten sechs Wochen früher geholt werden“, erzählte sie. Auch Frank Thelen hatte nur lobende Worte für das Unternehmen übrig: „Sie sind mein Traum-Gründer und das hier ist mein Traum-Startup." Doch als es ums Geschäft ging, machten die Investoren einen Rückzieher. Das Feld der Medizintechnik war ihnen einfach zu schwierig. Judith merkte auch an, dass sie nicht qualifiziert genug dafür ist. Resultat: Keiner investierte in Baby Paul.

 

Shitstorm im Netz

Bei den Zuschauern kam diese Entscheidung gar nicht gut an. Viele regte sich auf, dass die lebensrettende Erfindung ohne Deal, die Schlafpille "Smart Sleep" aber mit der stolzen Summe von 1,5 Millionen Euro nach Hause ging. „Die Höhle der Löwen hat gestern gezeigt, woran unsere Gesellschaft krankt und woran sie kaputt geht - Rekord-Investment in medizinisch fragwürdige eine Schlafpille, aber keine Investition in einen Frühkind-Simulator", beschwerte sich ein User auf Twitter. Ein anderer meinte: „Das was gestern bei DHDL ablief, ist unter aller Kanone. Für Klebepunkte Geld geben, aber nicht für das Leben von Frühchen? Ich weiß ja, dass es bei der Sendung nur um Profit geht, aber hier hätte man was richtig Gutes tun können."

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Das sagen die Löwen zu den Vorwürfen

Mittlerweile meldeten sich auch die Löwen zu Wort. Dagmar Wöhrl schrieb auf Facebook: "Ich kann den Unmut verstehen! Aber den Gründern wäre mit Geld nicht geholfen gewesen. Hier muss man jedes einzelne Krankenhaus überzeugen, 50.000 Euro in Paul zu investieren. Bei den finanziellen Schwierigkeiten der Kliniken ist das unfassbar schwer und führt nur selten zum Erfolg." Auch Carsten Maschmeyer gab ein Statement ab: "Ich habe die Löwen selten so emotional erlebt und die Entscheidung fiel mir wirklich nicht leicht. Ihr werdet euren Weg gehen, da bin ich mir absolut sicher!"