Höhle der Löwen: Gründer erheben schwere Vorwürfe gegen Ralf Dümmel

Trotz hoher Geld-Investitionen und viel Know-how – manche Gründer sind nach der Show schwer enttäuscht...

Ralf Dümmel Höhle der Löwen
Foto: MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Sie investieren Millionen, um junge Start-ups erfolgreich zu machen. Doch oft platzen die Deals aus „Die Höhle der Löwen“ nach der Show wieder – oder junge Gründer lassen an ihren Investoren im Nachhinein kein gutes Haar.

Ein großer Teil der im TV geschlossenen Deals kommt hinterher gar nicht zustande. Ralf Dümmel (51) zu "Closer": „Man macht die Deals natürlich, damit sie nicht platzen. Doch es kommt leider vor. Wir haben nur anderthalb Stunden Zeit, um uns kennenzulernen. Das heißt, in manchen Fällen ist man sich strategisch nicht einig, Bilanzen stimmen nicht, oder Patente fehlen. Das ist dann sehr ärgerlich.“

Aber auch wenn es zu einem Abschluss kommt und man sich einig wird, läuft nicht immer alles nach Plan. Obwohl die Löwen gern betonen, wie intensiv sie sich mit den Unternehmen befassen und ihre eigene Expertise einbringen, gibt es immer wieder enttäuschte Gesichter. So wie das von Christoph Eisold (27) von GB Tuning. Der Online-Händler hatte vergangenes Jahr den nachrüstbaren automatischen Heckklappenöffner „Go Simply“ präsentiert und bekam ein 150.000-Euro-Investment von Dümmel.

 

Viele Gründer sind sauer

Doch das allein macht ein Start-up nicht groß. „Wir haben nach der Show leider zu viel an Ralf abgegeben. Sein Team hat das nicht gut gemacht“, erzählt Eisold in "Closer". „So kommen wir nicht nach vorn. Jetzt mache ich den ganzen operativen Bereich wieder allein, also auch Versand und Kundenbetreuung.“ Und er sagt: „Rückwirkend ist man immer schlauer, ich würde den Deal heute anders stricken. Es hat mich viel Kraft gekostet.“

Die Höhle der Löwen
 

Höhle der Löwen: Betrugs-Skandal!

Und er ist längst nicht der Einzige. Bei „Pannenfächer“-Erfinderin Anja Bergmann und ihrer Familie herrscht seit der Show Frust. Dümmel konnte ihr Produkt nicht zum Erfolg bringen. „Es fühlt sich an, als ob wir von einem zehn Meter hohen Turm hinuntergestürzt wären“, sagt sie. Hat er zu wenig für das kleine Familienunternehmen getan? Sich nicht genug eingesetzt? Laut Dümmel würde er sich auch bei einem Flop weiterhin kümmern. „Ich habe zu allen guten Kontakt und versuche zu helfen, wenn es nötig ist“, sagt er.

Aber auch „eBall“-Entwickler Uli Sambeth ist wütend. Nach und nach sprangen bei ihm die Löwen ab – trotz Deal. „Sie hatten einfach zu viel Angst! Dabei fehlten nur noch ein paar Patente“, sagte er. „Sie haben den ,eBall‘ als unvermarktbar angesehen – was unserer Meinung nach Quatsch ist.“ Zurück bleiben Enttäuschung und die Sorge: Wie geht es nun weiter?