Horst Lichter im Interview über Schicksalsschläge, Schulden und "Bares für Rares"

InTouch Redaktion

Er ist der Mann der Stunde in der aktuellen TV-Landschaft. Mit seiner Trödelshow „Bares für Rares“ (mo.–fr.

Horst Lichter
Foto: getty

15.05 Uhr, sonntags 10.15 Uhr, ZDF), die Woche für Woche Millionen Zuschauer begeistert, feiert Horst Lichter (55) derzeit sensationelle Erfolge. Doch das war längst nicht immer so: „Ich weiß, wie es ist, wenn man vor dem Nichts steht“, verrät der prominente Schnauzerträger im emotionalen CLOSER-Interview.

„Bares für Rares“ ist ein echter TV-Hit. Hat Sie das überrascht?

Mit einem Zuschauer-Zuspruch in diesem Maße hätte ich nicht gerechnet – das hätte keiner gekonnt. Zuletzt waren wir ja erfolgreicher als Helene Fischer mit ihrer Weihnachtsshow – oder als so manches Champions-League-Spiel. Aber zumindest ich habe immer an das Format geglaubt …

Wer denn nicht …?

Na ja, welcher Sender wäre denn nicht kritisch, wenn man vorschlägt, alten Trödel im TV zu vertreiben? Ich musste da schon etwas kämpfen, dass unser Traum in Erfüllung ging.

Aber es hat sich gelohnt.

Ja, das stimmt wohl. Zuletzt musste ich ja schon eher wieder ein wenig auf die Bremse treten, sodass niemand etwas überstürzt.

Warum liegt Ihnen das Format so sehr am Herzen?

Ich bin jemand, der sich mit seinem Produkt identifizieren muss. Sonst brauche ich es gar nicht erst anpacken. Das war schon immer so.

Und in diesem speziellen Fall?

Ich kann unsere Trödler verstehen und mich in sie hineinfühlen. Ich weiß, dass jede Münze entscheidend sein kann. Ich weiß auch, wie es ist, wenn man kein Geld hat und darauf akribisch achten muss. Ich habe in einer Fabrik gearbeitet und absolvierte drei Schichten am Tag. Wir waren schon immer eine Arbeiterfamilie. Das prägt.

Sie hatten auch sonst Schicksale zu verkraften …

Klar, ich erlitt einen Schlaganfall, zwei Ehen scheiterten. Und ich weiß auch, wie es ist, wenn man ein Kind verliert (Lichters erstes Kind starb durch plötzlichen Kindstod, Anm. d. Red.).

Dennoch verwirklichten Sie sich viele Träume, gründeten erneut eine Familie, wurden Koch …

Stimmt, ein weiteres Ziel von mir war es immer, mit 65 Jahren schuldenfrei zu werden. Ich hatte ja bis zu einer Million Euro Schulden. Aber dieses Ziel habe ich ja jetzt schon erreicht – auch durch den aktuellen Erfolg.

Hatten Sie viele schlaflose Nächte?

Kaum, weil ich immer an mich geglaubt habe. Wenn man eine Vision hat und dieser folgt – was soll schiefgehen? Ich habe immer positiv gedacht, egal, wie arg es um mich stand.

 

Bastian May via Closer

Das komplette Interview in der CLOSER (27 / 2017)