The Interview: Sony zieht Nordkorea-Film zurück

Hollywood macht sich Sorgen um die Kino-Besucher. Sony Pictures hat auch den zweiten Termin für die Premiere der Komödie "The Interview" abgesagt.

Der Film mit James Franco und Seth Rogan wurde zurückgezogen.
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Dass der Film jemals Zuschauern gezeigt wird, ist unwahrscheinlich

Grund für die drastische Maßnahme sind Terror-Drohungen, hinter denen angeblich Nordkorea stecken soll. Die Gruppe "Guardians of Peace" deutete an, Anschläge ähnlich die des 11. Septembers zu planen. Der Film könne zum "bitteren Verhängnis" werden und Kinobesucher sollten sich fernhalten.

US-Behörden vermuten die Urheber der Gruppe in Nordkorea. In der Komödie geht es um den Diktator des Landes. Dave und Aaron, gespielt von Seth Rogan und James Franco, sollen in der Satire einen Anschlag auf ihn verüben.

Das Außenministerium Nordkoreas hatte bereits im Juni verlauten lassen: "Falls die US-Behörden die Vorführung des Films dulden oder fördern, werden sie damit zu einer strikten und gnadenlosen Gegenmaßnahme einladen."

Sony Pictures verschob den Start der Kino-Premiere zunächst um ein paar Tage nach hinten. Nun wurde sie komplett abgesagt: "Wir haben uns entschieden, den geplanten Release am 25. Dezember nicht durchzuführen", so ein Statement der Firma. "Sony Pictures wurde das Opfer einer bespiellosen kriminellen Anschlages gegen unsere Mitarbeiter, unsere Kunden und unser Geschäft. Die, die uns attackierten, stahlen unser geistiges Eigentum, private Mails und sensible und urheberrechtlich geschütztes Material und versuchen, unsere Lebensgeister und unsere Moral zerstören."

Die Produzenten ließen gegenüber US-Medien verlauten, dass es keine weiteren Pläne für eine Veröffentlichung des 42 Millionen teuren Films "The Interview" gebe.