Judith Williams

Höhle der Löwen: Judith Williams' überraschende Ehe-Beichte

26.09.2017 > 17:54

© MG RTL D / Bernd-Michael Maurer

Homeshopping-Queen bei HSE24, Opernsängerin, Mutter und Ehefrau – Judith Williams hat ein bewegtes Leben...

Sie hat es aus dem Nichts zur erfolgreichen Unternehmerin geschafft: Judith Williams. In der VOX-Show „Die Höhle der Löwen“ sitzt sie in der Jury. Und hilft mit ihrem Privatvermögen Gründern bei deren neuen Geschäftsideen.

Was macht die Show erfolgreich?

„Die Höhle der Löwen“ unterstützt Menschen dabei, ihren Lebenstraum zu verwirklichen – den Traum von einem eigenen Unternehmen. Anders als bei einem Lottogewinn wird ihnen aber nichts geschenkt. Sie müssen ihre Komfortzone verlassen und hart arbeiten, bevor sie Erfolg haben. Wir helfen ihnen dabei.

Wie sieht Ihr Lebensmotto aus?

Blühe, wo du gepflanzt bist. Es nützt nichts, immer auf andere zu schauen, die es vermeintlich besser haben. Als ich wegen einer Tumorerkrankung meine Opernkarriere beenden musste, hat es mir zunächst den Boden unter den Füßen weggezogen. Nur: Aufgeben ist keine Option. Ich habe in einem Fitnessclub hinter der Theke gearbeitet. Das ist kein Traumjob, aber mein Ziel war es, die besten Fitness-Shakes zu machen. Da habe ich mein Verkaufstalent entdeckt und mich bei einem Shoppingsender beworben, der mich prompt abgelehnt hat. Erst im zweiten Anlauf hat es geklappt.

Ihre Stimme ist inzwischen zurück. Sie wirken immer so stark. Kennen Sie Selbstzweifel?

Natürlich. Ich versuche immer, Bilanz zu ziehen. Was ist schlecht? Was gut? Am Ende ist die Gesamtsumme immer positiv. Und das baut einen auf.

Judith Williams hat neben ihrem Verkaufstalent noch eine ganz andere Begabung!

Judith Williams: Von der Opern-Sängerin zur TV-Millionärin

Wann fühlen Sie sich glücklich?

Das größte Glück ist Zeit. Zeit für meine Kinder, meinen Mann, meine Familie. Oder für mich.

 

"Ich bin keine Heulsuse - das hilft ja sowieso nicht"

Wie gehen Sie mit Sorgen um?

Man muss schon überlegen, mit welchem Problem man zu wem geht. Manchmal muss man erwachsen sein und sich sagen: Ich bin keine Heulsuse, was ja meist ohnehin nichts hilft. Ich finde es fürchterlich, wenn man seinen ganzen Kram jemandem vor die Füße wirft und ihm erzählt, wie schrecklich das Leben ist. Man belastet den anderen auch damit. Natürlich hole ich mir mal Rat bei meinem Mann. Aber ich versuche, die meisten Probleme selbst zu lösen. Nur wenn ich merke, dass ich wirklich Hilfe brauche, dann suche ich mir die.

Wie sind Sie aufgewachsen?

In finanziell eher ärmlichen Verhältnissen. Meine Eltern kamen mit ein paar Dollar und einer schwangeren Katze nach Deutschland. Mein Vater hatte zu Beginn seiner Karriere als Opernsänger nur ab und zu einen Vertrag. Wir wussten oft nicht, ob das Geld ausreicht, um hier bleiben zu können. Von Monat zu Monat gab es Diskussionen, ob wir zurück nach Amerika und wieder bei Oma und Opa leben müssen. Später, als er seinen Durchbruch auf den großen Opernbühnen hatte, hat sich das schlagartig geändert. Da war ich fast aus dem Haus. Diese Zeit hat mich sehr geprägt.

Kennen Sie das Gefühl, Ihrer Rolle als Mutter nicht immer gerecht zu werden?

Auf alle Fälle. Das schlechte Gewissen ist immer dabei. Das geht allen Frauen so. Selbst die perfekteste Mutter, die jeden Tag den tollsten Marmorkuchen backt, hat immer das Gefühl, das hätte noch besser klappen können. Ich kenne Frauen, die alles toll schaffen: ihre Arbeit und auch die Erziehung der Kinder. Dennoch zweifeln sie an sich. Das steckt in uns Frauen drin, ist irgendwie tief verwurzelt. Glücklicherweise sprechen inzwischen viele Frauen darüber, und wir lernen, uns von dieser Prägung zu befreien. Wir müssen im Grunde kein schlechtes Gewissen haben, wenn wir unsere Kinder gut versorgt wissen.

Wo sehen Sie sich in zehn Jahren?

Zwei Dinge liegen mir sehr am Herzen. Meine Familie und Frauen. In zehn Jahren sind meine Töchter fast erwachsen. Ich sehe mich in ihrer Wohnung die Decke streichen und wie ich ihnen helfe, ihre eigenen vier Wände einzurichten und selbstständig zu werden. Darauf freue ich mich sehr. Auf der anderen Seite sehe ich mich weiterhin als Unternehmerin. Aber ich habe noch ein Herzens-Projekt – ein Haus, in das Frauen kommen können, wenn sie in einer schwierigen Phase sind, in der sie nicht weiterwissen, sich erholen müssen und sich positiv inspirieren können.

Sie sind seit sechs Jahren verheiratet. Ihr Rezept?

Gegenseitige Wertschätzung. Dass man sich unterstützt. Man muss sich bewusst sein, dass eine Ehe eine eigene Entwicklung hat, sie geht durch verschiedene Phasen – genauso wie Menschen auch. Es gibt Höhen und Tiefen, die auch manchmal länger dauern.

Das waren die erfolgreichsten Produkte aus "Höhle der Löwen":

 
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