Karl Dall freut sich auf den Prozess

Die von der Staatsanwaltschaft verfasste Anklageschrift gegen Komiker Karl Dall hat es in sich.

Im September 2013 soll er die 43-jährige Journalistin Anja-Maria S.

Er ist sich seiner Unschuld offenbar sicher
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in einer Züricher Hotelsuite vergewaltigt haben.

Im Vorfeld habe es schon Telefon und Email Kontakt gegeben. Doch die angeblich Geschädigte habe sich von diesem "virtuellen, erotischen Kontakt" nicht belästigt gefühlt.

Bei einem Treffen seien die Zwei dann gemeinsam in einer Hotel Suite gelandet. Sie wollte bei Dall übernachten, legte sich zu ihm ins Bett. Später sei sie davon aufgewacht, das Karl Dall über ihr gelegen habe und sagte: "Ich will dich jetzt ficken."

Angeblich habe Dall danach gedroht, sie fertigzumachen, wenn sie sich an die Polizei wenden würde.

Trotz dieser harten Anschuldigungen ist Dall gegenüber Bild guter Dinge: "Ich freue mich auf den Prozess. Er gibt mir endlich die Möglichkeit, Klartext zu sprechen. Meine Familie hat in den letzten Monaten arg gelitten. Ich möchte auch ihr zuliebe diese schlimme Geschichte endlich abschließen können."

Ganz aus der Luft gegriffen ist dieser Optimismus sicher nicht. Die Schweizer Zeitung Blick berichtet von einem Strafverfahren gegen die angeblich Geschädigte. Sie habe einen Schweizer Politiker gestalkt und versucht zu erpressen. Sie habe versprochen sich von dem Mann fernzuhalten und das Verfahren wurde eingestellt. Auch von weiteren gestalkten Prominenten war die Rede. Solche Vorfälle stellten ihre Glaubwürdigkeit schon bevor der Prozess so richtig begonnen hatte schon arg in Frage.