Kesha: Der vermeintliche Vergewaltiger meldet sich zu Wort

Selten brachte ein solcher Fall die Öffentlichkeit so zum Grübeln. 

Eigentlich scheint der Fall klar.

Dr. Luke vs. Kesha
Foto: getty

Der Produzent nutzt die junge Sängerin aus, missbraucht sie sexuell, soll sie sogar unter Drogen gesetzt und vergewaltigt haben. Ein schreckliches Klischee.

Und doch wankt Kesha mit ihren Anschuldigungen gegen ihren ehemaligen Produzenten Dr. Luke. Der ging frühzeitig gegen ihre Vorwürfe vor, sprach davon, dass sie sich mit solchen Behauptungen aus ihrem Vertrag freipressen will. Zudem spricht das erste Gerichtsurteil, dass Kesha am vergangenen Freitag unter Tränen hinnehmen musste, gegen sie. Aus ihrem Vertrag mit Sony Music kommt sie nicht raus, entschied der Richter.

Nun spricht auch Dr. Luke erstmals über die Anschuldigungen: "Bis jetzt habe ich mich zu den Anklagepunkten nicht geäußert, da sie vor Gericht gehören und nicht auf Twitter. Es ist eine Schande, dass so viele Spekulationen draußen kursieren, die sich auf so  wenige Informationen stützen. Ich habe Kesha nicht vergewaltigt und ich hatte nie Sex mit ihr. Kesha und ich waren viele Jahre lang Freunde und sie war wie meine kleine Schwester."

Obendrein weist Luke auch darauf hin, dass Kesha 2011 unter Eid ausgesagt hat, weder von ihm vergewaltigt, noch unter Drogen gesetzt worden zu sein. Keshas Anwalt sagt, er habe sie zu dieser Aussage gezwungen. Von seiner Seite aus sei es eine Vorsichtsmaßnahme gegen die vermeintliche geplante Erpressung von Kesha gewesen.

Die Lage bleibt unklar und Luke verkauft sich bislang recht glaubhaft und scheint das Gericht auf seiner Seite zu haben. Auf der anderen Seite stehen Menschen aus der Musikbranche, die Kesha scheinbar bedingungslos zur Seite stehen. Taylor Swift unterstützt sie mit 250.000 Dollar. Musikproduzent Jack Antonoff, der gerade einen Grammy mit Swifts Album "1989" gewann, bietet Kesha an mit ihr ein Album aufzunehmen. All das erweckt wiederum den Eindruck, als habe Dr. Luke einen eindeutigen Ruf in der Branche und als wisse man Dinge über ihn, die klar für Keshas Version sprechen.

 

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