Lea Lange: Die Start-up-Jurorin packt aus!

InTouch Redaktion
Lea Lange Start-up
Foto: SAT.1/Micah Smith

Erst vor viereinhalb Jahren gründete Lea Lange (30) die Online-Plattform Juniqe, die bezahlbare Kunst auf einfache Weise an die heimischen Wände bringt. Heute gehört die Berlinerin zu den erfolgreichsten Gründerinnen Deutschlands – und zur Jury der neuen Sat.1-Show „Start Up! Wer wird Deutschlands bester Gründer?“ (mittwochs, 20.15 Uhr). Dort stellen 35 Gründer ihre Ideen vor, 14 davon werden von der Jury ausgesucht und acht Wochen lang dabei begleitet, ihr Business auf die Beine zu stellen. Wie Lea Lange ihre Kandidaten motivieren will, verrät sie im exklusiven "Closer"-Interview.

Hand aufs Herz: Wie war es, plötzlich als Jurorin vor der Kamera zu stehen?

Die ersten zwei Tage musste ich mich schon daran gewöhnen. Ich stand vorher natürlich für kleine Formate und Interviews schon ein paarmal vor der Kamera. Die Dreharbeiten für „Start Up!“ waren aber eine ganz andere Hausnummer. Man gewöhnt sich aber recht schnell daran. Vor allem, weil ich ja keine Rolle gespielt habe, sondern ich einfach ich selbst sein konnte.

 

Lea Lange: "Mit den Start-up-Juroren ging es hitzig zu"

Weil es ja mehr um die Kandidaten geht …

Genau, es geht in erster Linie um die Gründer und wie sie sich weiterentwickeln und an ihren Aufgaben wachsen. Als Gründer musst du auch in ungewohnten Situationen schnell schwimmen lernen. Die Lernkurve der Kandidaten war also ausschlaggebend. Klar müssen sie auch zeigen, dass sie ihre Idee zum richtigen Produkt weiterentwickeln. Trotzdem war die Devise: Person vor Produkt.

Was erwarten Sie denn von den Personen hinter dem Produkt?

Dass sie an ihren Aufgaben wachsen und immer ihr Bestes geben. Umsetzungsstärke und Fokus sind auch wichtig – am Anfang haben gefühlt alle Dinge Priorität, dazu gibt es noch kein großes Team. Da muss man lernen, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Und den Fokus auf Aufgaben legen, die die Idee nach vorn bringen. Kritik aufnehmen und Feedbacks für sich nutzen – Fehler passieren, entscheidend ist, wie du damit umgehst.

Wie war die Zusammenarbeit mit den anderen Juroren?

Es hat mir richtig viel Spaß gemacht. Obwohl wir alle ganz unterschiedliche Hintergründe und verschiedene Sichtweisen haben, hat es total gut gepasst.

 

Lea Lange träumt von einer Weltreise

Sie waren aber doch sicher nicht immer einer Meinung …

Jeder hat eine individuelle Sicht auf die Situation und den Gründer, natürlich haben wir bei unseren Jurysitzungen auch mal hitzig diskutiert. Das kenne ich aber aus meinem Gründerteam mit meinen beiden Mitgründern auch nicht anders. Das gehört dazu. Ich bin fest davon überzeugt, dass nur so gute Entscheidungen gefällt werden. Am Ende sind wir aber immer zu einer Entscheidung gekommen, hinter der wir alle stehen konnten.

Fällt es Ihnen schwer, anderen zu sagen: „Das geht noch besser!“?

Damit habe ich kein Problem. Ich bin immer klar und konstruktiv in meinem Feedback, weil ich fest daran glaube, dass man sich und seine Idee dann weiterentwickeln kann. Wenn man Scheitern nicht als Chance versteht, es beim nächsten Mal besser zu machen, wird es schwierig.

Welche privaten Ziele haben Sie vor Augen?

Mein Freund und ich reden seit Jahren von unserer Weltreise, die wir irgendwann machen wollen. Mal sehen, wann wir das schaffen. Aber ich bin schon ein Mensch, der immer nach vorne schaut. Ich bin Gründerin und Unternehmerin aus vollstem Herzen. Ich kann mir keine schönere Aufgabe vorstellen.

Wie schalten Sie bei all dem beruflichen Stress ab?

Bei mir gibt es da nur eine Sache, die mich wirklich runterbringt, und das war und ist das Joggen. Da kann ich so richtig abschalten, werde ganz ruhig und bin danach viel fokussierter. Ich habe auch ein paar andere Dinge ausprobiert, aber konnte bisher nichts finden, was mir ähnlich guttut.

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