"Leaving Neverland"-Doku: Oliver Pocher spricht über sexuellen Missbrauch

Oliver Pocher nimmt die "Leaving Neverland"-Doku über Michael Jackson zum Anlass, um über sexuellen Missbrauch zu sprechen.

Oliver Pocher spricht über Michael Jackson und sexuellen Missbrauch
Foto: GettyImages

Oliver Pocher ist dafür bekannt, ständig Witze zu machen und andere Leute zum Lachen zu bringen. Nun schlug der „Let’s Dance“-Star jedoch ungewohnt ernste Töne an. Anlass ist die „Leaving Neverland“-Dokumentation über Michael Jackson, die am Samstagabend im Fernsehen lief.

 
 

Oliver Pocher findet deutliche Worte

Der Komiker findet deutliche Worte: "Als Vater von Kindern die im gleichen Alter sind, kann ich bei aller Sympathie, die ich vor dem Künstler Michael Jackson hatte, seine Handlungen nur mehr als abstoßend finden", schreibt er auf seinem Instagram-Account. „Auch die Argumentation, dass sich jetzt diese Personen melden, um sich finanziell zu bereichern ist einfach nur lächerlich. Wenn nur EIN Detail der ZAHLREICHEN Anschuldigungen bei EINEM Kind stimmt, reicht es schon sich DEUTLICH von dem Menschen Michael Jackson zu distanzieren. Es sind aber zu viele Personen und immer wiederkehrende Muster, die es unmöglich machen, es nicht zu glauben.“

Obwohl Pocher deutlich macht, den King of Pop als Künstler immer sehr gemocht zu haben, dürfe man ihm seiner Meinung nach keine Plattform mehr bieten. Der Umgang mit Jackson sei für ihn inzwischen sehr schwierig geworden. Doch er fordert auch: „Macht euch euer Bild selbst!“

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein paar Gedanken zu "Leaving Neverland" Guten Morgen, heute läuft die absolut sehenswerte Doku "Leaving Neverland" bei Pro7. In der es nicht nur um die erschreckenden Kindesmissbrauchsvorwürfe gegen Michael Jackson geht, sondern vielmehr um die Folgen von sexuellem Missbrauch und wie es dazu kommen kann. Als Vater von Kindern die im gleichen Alter sind, kann ich bei aller Sympathie, die ich vor dem Künstler Michael Jackson hatte, seine Handlungen nur mehr als abstoßend finden. Leider sind es oft Personen, die selbst als Kinder missbraucht wurden, die sich zu solchen Handlungen hinziehen lassen. Dies gilt aber nicht als Entschuldigung. Auch die Argumentation, dass sich jetzt diese Personen melden, um sich finanziell zu bereichern ist einfach nur lächerlich. Wenn nur EIN Detail der ZAHLREICHEN Anschuldigungen bei EINEM Kind stimmt, reicht es schon sich DEUTLICH von dem Menschen Michael Jackson zu distanzieren. Es sind aber zu viele Personen und immer wiederkehrende Muster, die es unmöglich machen, es nicht zu glauben. Sexueller Missbrauch läuft in den meisten Fällen nur zwischen 2 Personen ohne Zeugen ab...von daher wird es immer zur Aussage gegen Aussage Situation kommen. Aber warum sollen sich Kinder (und dann auch immer nur Jungs!) solch eine Geschichte ausdenken. Auch für mich, als jemanden der Michael Jackson als Künstler herausragend fand und dessen Konzert in New York besucht hat, die aktuelle Cirque du Soleil Show in Las Vegas gesehen hat, ist der Umgang sehr schwierig. Aber eigentlich darf man dem Künstler nicht mehr das Forum der Aufmerksamkeit durch Musicals, Gedenkstätten, Ausstellungen etc geben. Und auch bei jedem Song der im Radio läuft, schwingt immer große Wut und Verstörtheit mit. Aber deswegen, macht Euch Euer Bild selbst und lasst Euch nicht von den Michael Jackson Fans beirren, die sich auf Details, ob z.B. die Eisenbahn auf der Neverland Ranch schon gebaut war oder nicht, ablenken. "Leaving Neverland" heute 20:15 auf Pro7

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