"Little Miss Sunshine"-Abigail Breslin: Darum zeigte sie den sexuellen Übergriff nicht an!

Vor wenigen Wochen bewies Schauspielerin Abigail Breslin unglaublichem Mut, als sie auf Instagram offenbarte, dass sie Opfer eines sexuellen Missbrauchs wurde. Jetzt erklärte sie, warum sie den Übergriff nicht bei der Polizei meldete. 

Abigail Breslin
Foto: Getty Images

Die 20-Jährige, die im Mai im Remake von "Dirty Dancing" zu sehen sein wird, möchte auf das Thema sexuelle Gewalt aufmerksam machen und erzählte deshalb im Netz ihre persönliche Geschichte.

"Du bist nicht verpflichtet, mit jemandem Sex zu haben, mit dem du in einer Beziehung bist. Dating ist keine Zustimmung, die Ehe ist keine Zustimmung", betonte sie auf ihrer Instagram-Seite und schrieb dazu den Satz "Ich kannte meinen Angreifer."

 

i knew my assailant. #SexualAssaultAwarenessMonth #breakthesilence

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Abigail Breslin dankt ihre Fans für die Untersützung

Nachdem sie ihren Übergriff öffentlich gemacht hat, wurde Abgail Breslin für ihren Mut und ihre Ehrlichkeit im Netz gefeiert. Auf Twitter schrieb sie: "Ich bin so unglaublich dankbar für die enorme Unterstützung, die ich wegen meines Instagram-Postings bekommen habe. Ich bin so glücklich, dass ich so liebe Menschen um mich herum habe."

Allerdings erhielt die "Little Miss Sunshine"-Darstellerin nicht nur positives Feedback. Auf Instagram schrieb jemand: "Nur angezeigte Vergewaltigungen sind die einzigen Vergewaltigungen, die zählen."

 

*trigger warning⚠️*

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Darauf reagierte der Hollywood-Star mit einer ausführlichen Erklärung, warum sie ihren Missbrauch nicht anzeigte. "Zunächst einmal stand ich komplett unter Schock und habe es nicht wahrhaben wollen. Ich wollte mich nicht als Opfer sehen, also habe ich es verdrängt und so getan, als wäre es nie passiert."

 

Abgail Breslin: Ihr Freund war ihr Angreifer

"Zweitens, ich war in einer Beziehung mit meinem Vergewaltiger und hatte Angst, dass mir keiner glauben würde. Ich hatte auch Angst davor, dass wenn mein Fall zu nichts führen würde, er meine Anzeige trotzdem herausfinden und mir noch mehr wehtun würde."

„Drittens, ich wusste, wie verletzt meine Familie und meine Freunde wären, nachdem sie es herausfänden und ich wollte ihnen das nicht zumuten."

Abigail Breslin gestand in ihrem emotionalen Post außerdem, dass bei ihr eine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert wurde und sie ab und zu immer noch Albträume hat.

Ihr Statement schließt sie mit der starken Botschaft ab, dass alle Vergewaltigungen zählen – auch die, die aus Angst nicht bei der Polizei gemeldet wurden!