Marcel Heße: Die Mutter des getöteten Jaden sagte aus

InTouch Redaktion

Die Mutter des getöteten Jaden hat sich dem Mörder ihres 9-jährigen Sohns im Prozess gestellt. Jeanette R. sagte am dritten Prozess-Tag vor dem Bochumer Landgericht gegen den Herne-Killer aus.

Den Moment, als ihr bewusst wurde, dass ihr kleiner Sohn tot ist, beschrieb sie wie folgt: Sie stand an der Tür des Nachbarhauses, als zwei Rettungssanitäter aus dem Keller kamen, in dem Jaden brutal ermordet wurde. "Der erste ist auf halbem Weg stehen geblieben und in Tränen ausgebrochen, der zweite ist sprachlos langsam mit seiner Tasche zum Krankenwagen gegangen. Da wusste ich: Mein Kind ist tot", so die 41-Jährige.

Laut Anklage hat der damals 19-Jährige Marcel Heße Jaden im März in den Keller seines alten Hauses gelockt und getötet. Danach soll er auch seinen Kumpel erstochen haben, bei dem er sich eigentlich verstecken wollte.

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Die Schreie wird Jadens Mutter nie vergessen

Es ist bewundernswert, dass Jadens Mutter es schafft, dem Mörder ihres Sohnes unter die Augen zu treten. Dessen älterer Bruder Maurice und sein Stiefvater Pascal R. werden wohl nicht als Zeugen erscheinen, weil sie es nicht schaffen.

Die beiden Männer hatten Jaden im Keller gefunden. Schreie tönten durch die Nachbarschaft. "Die werde ich nie vergessen", sagte Jeanette R. "Maurice kam mir entgegen, ist auf der Wiese zusammengebrochen und hat geschrien: ,Mama, ich glaub der Jaden ist tot, alles ist voller Blut'."

Gemeinsam mit einem Nachbarn versuchte Stiefvater Pascal R. noch, Jaden wiederzubeleben. Ohne Erfolg. Jeanette R. ist nicht in den Keller gegangen. "Ich habe meinen Sohn so in Erinnerung behalten, wie ich ihn verabschiedet hab', als ich zum Einkaufen gefahren bin", sagte sie.