Marcia Cross: Was wurde eigentlich aus "Bree van de Kamp"?

Ehrgeizig, gastfreundlich und stets mit einem Korb Muffins für die Nachbarschaft unter'm Arm Bree van de Kamp war die perfekte Hausfrau unter den Desperate Housewives. Zumindest nach außen, denn hinter der makellosen Fassade verbargen sich Obsession, Alkoholismus und Vereinsamung ein Spiel mit den Gegensätzen, für das Darstellerin Marcia Cross hochgelobt wurde.

Marcia Cross spielte die Perfektionistin "Bree van de Kamp"
Foto: Getty Images

Als studierte Psychologin kennt sie sich mit den menschlichen Abgründen und Neurosen ja auch bestens aus.

Die vielen Nominierungen und Auszeichnungen (unter anderem für den Emmy, den Golden Globe oder den Satellite Award als beste Serienschauspielerin) zeigen ganz klar: Bree machte Marcia berühmt, auch wenn sie davor schon in einigen bekannten TV-Serien wie "Melrose Place" oder "The King of Queens" auftrat. Dabei hat sie eigentlich so gar nichts mit der leidenschaftlichen Kochkünstlerin Bree gemein, wie sie in einem Interview mit "iVillage" gesteht: "Ich bin nicht die beste Köchin. Ich kann ein gutes Frühstück machen, aber das war's dann auch. Ich wünschte manchmal, Bree würde bei mir einziehen..."

Doch auch so ist die 52-Jährige eine echte Vollblut-Mama. Relativ spät, mit 44 Jahren, brachte sie Zwillinge zur Welt und führt seitdem mit ihrem Ehemann, dem Börsenmakler Tom Mahoney, und den beiden Töchtern Eden und Savannah ein idyllisches Leben in Santa Monica.

Nach dem finalen Staffelende von Desperate Housewives 2012 wurde es ziemlich ruhig um die rothaarige Schönheit mit dem Elfenbein-Teint. Ab und zu sah man sie mit ihren Kindern auf dem Weg zur Musikschule oder beim Einkaufen. Größere Auftritte? Fehlanzeige. Ganz bewusst entschied sich Marcia für eine Auszeit von der Schauspielerei, um sich Familie und Freunden zu widmen: "Es ist nicht nur die Zeit mit meinen Kindern, die ich wegen der Serie geopfert habe, sondern es ist die Zeit mit meinen Freunden, die ich vernachlässigt habe. Glücklicherweise sind sie aber immer noch da", erzählte sie in einem Interview mit "Closer".

Und in dieser neuen Rolle hat sie, wie sie gegenüber "iVillage" erklärt, ihrer Paradefigur zumindest eine Eigenschaft weit voraus: Gelassenheit. "Es geht in der in der Erziehung vor allem darum, sein Bestes zu geben, aber gleichzeitig die Umstände so anzunehmen, wie sie nun mal sind. Mein Leben lang habe ich immer an mir gezweifelt und gedacht 'Wenn ich doch nur dieses oder jenes besser könnte'. Aber man muss keine perfekte Mutter sein, sondern eine gute."