McDonald's schafft das Menü ab

McDonald's kämpft gegen die roten Zahlen. Seitdem in jeder größeren Stadt hippe Burger-Restaurants wie Pilze aus dem Boden schießen, hat sich die Lage für den Fastfood-Riesen verschärft.

Big Mac Menü
Foto: McDonald's

Mit den hausgemachten Burgern, die meist auch noch zu 100% bio sind, kann das Unternehmen in seiner system-gastronomischen Struktur nur sehr schwer mithalten.

Doch sie müssen etwas tun, Maßnahmen gegen die sinkenden Einnahmen ergreifen. Zuletzt machte McDonald's mit dem McB, einem Burger mit Bio-Fleisch, auf sich aufmerksam. Doch in Österreich werden derweil schon drastischere und nicht ganz so nachvollziehbare Maßnahmen ergriffen. Bereits in Oberösterreich und in der Steiermark wurde das Menü abgeschafft. Das alte "Als Menü?"-"Nein, einzeln, bitte"-Spiel ist Geschichte.

Man passe sich damit dem veränderten Essverhalten der Kunden an. Das klassische Menü mit Burger, Pommes und Getränk werde einfach immer weniger gewünscht. Man beuge sich hiermit dem Wunsch der Kunden nach mehr Individualität. "Aber wir haben die Einzelpreise so geändert, dass sich für das abgeschaffte, klassische Menü der Bündelpreis damals nicht erhöht hat", beruhigt Dietmar Kuhn, der acht McDonald's-Fillialen in Österreich betreibt.

Die Änderung, die bislang gut angenommen worden sei, soll in den nächsten Monaten auf den Rest Österreichs ausgeweitet werden. Ob McDonald's Deutschland diesem Vorbild folgt, ist derzeit noch nicht bekannt.