"Mein bester Feind" verursacht Shitstorm gegen Berliner Eisbären

Das hat man sich in der Pressestelle der Hockeymannschaft "Berliner Eisbären" sicher anders vorgestellt. Ein Kandidat bei "Mein bester Feind" mit Joko und Klaas sollte sich vor 14.000 Hockeyfans zum Löffel machen.

Joko und Klaas - Mein bester Feind
Joko und Klaas - Mein bester Feind Foto: ProSieben

Doch was für den Verein bundesweite PR hätte einbringen können, wurde zum Debakel und endete in einem gnadenlosen Shitstorm gegen die Eisbären und vor allem deren Fans.

Marios undankbare Aufgabe war es, vor dem Spiel die Hymne des Vereins zu singen. Damit es so richtig unangenehm wird, sollte der Text der Hymne noch verändert werden. Dass "Scheißbären" statt "Eisbären" nicht so gut bei den Fans ankommt, war zu erwarten. Dummerweise haben die Fans schon vorher spitz gekriegt, dass das sich jemand für "Mein bester Feind" mit der Hymne blamieren soll.

Kurz vorm Auftritt taucht dann der sichtlich gestresste Pressesprecher bei Klaas Heufer-Umlauf, Mario und seinem besten Feind Florian auf. Er hatte die letzten 24 Stunden alle Hände voll damit zu tun, den Shitstorm und die Hasstiraden der Fans in den sozialen Medien in den Griff zu kriegen. "Facebook ist explodiert", seufzt er. "Nicht einmal vor der Hymne im Stadion haben die TV-Fressen Respekt! Fuck Klaas Häufchen-Scheiße-Lauf", zitiert Klaas aus den Reaktionen. Mario will es trotzdem durchziehen. Doch kaum in den Gängen der Arena, wird das Team angepöbelt und angefeindet.

Dann, nur noch wenige Meter von der Eisfläche entfernt, fällt der Pressesprecher die unpopuläre Entscheidung und lässt Mario nicht vor das Publikum. Zu heikel, zu gefährlich - das wollte er nicht riskieren. Und all das offenbar, ohne dass bekannt war, dass der Text auch noch umgewandelt wurde.

Prompt haben die Zuschauer von "Mein bester Feind" das hart abgestraft. Jetzt ging es auf der Facebook-Seite der Berliner Eisbären erst recht rund. Etliche User warfen den Fans Humorlosigkeit vor und machten den Hashtag "#Scheißbären" zum trending Topic in den sozialen Medien. Nach der ersten Flut an giftigen Kommentaren bekamen die Eisbären-Fans aber doch noch zumindest ein bisschen Unterstützung von Fans anderer Mannschaften, die sich alle einig sind: Das ging wirklich zu weit.