Michael Jackson-Prozess: Bodyguard sollte Spuren verwischen

Der Prozess gegen Conrad Murray (58) wegen der fahrlässigen Tötung von Michael Jackson († 50) geht weiter. Am dritten Verhandlungstag wurde der Bodyguard des Popstars befragt.

Der Prozess um den Tod von Michael Jackson geht weiter
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Er erhebt schwere Vorwürfe gegen den Leibarzt.

Der Bodyguard und Sicherheitschef des "King of Pop", Alberto Alvarez, erzählte vor Gericht, wie er die Todesnacht von Michael Jackson erlebt hat - und diese Version klingt gar nicht gut für den Leibarzt Conrad Murray.

So erzählte der Bodyguard, dass er den Arzt bei den Wiederbelebungsversuchen an Michael Jackson unterstützte. Er half Murray dabei, Michael Jackson auf den Boden zu legen, wo der Bodyguard weiter eine Herzmassage machte und der Arzt eine Mund-zu-Mund-Beatmung begann: "Es ist das erste Mal, dass ich so etwas mache. Aber ich muss es machen, er ist mein Freund", soll Murray gesagt haben.

Zwei der Kinder von Michael Jackson, Prince Michael (14, damals 12) und Paris (13, damals 11) waren im Raum und weinten. Nachdem Conrad Murray gesagt haben soll "Sie dürfen ihren Dad so nicht sehen", brachte der Bodyguard die Kinder weg. Als er wieder zurückkam, sah er, dass Michael Jackson plötzlich einen Blasenkatheter hatte, seine Blase also entleert wurde. Und er erzählt: "Als ich zurückkam, sah ich, wie Mr. Murray eine Handvoll von Ampullen nahm und mich bat, sie in eine Plastiktüte zu packen. Diese Tüte musste ich dann in eine blaue Tüte packen."

Das Ganze klingt sehr, als hätte Murray versucht, Spuren zu verwischen. Der Bodyguard hat tatsächlich die Ampullen verpackt, wie es der Leibarzt von Michael Jackson von ihm verlangt hat: "Ich dachte, wir würden die Sachen fürs Krankenhaus packen." Erst nachdem die Ampullen verschwunden waren, soll Murray ihn aufgefordert haben, den Notruf zu wählen.

Es sieht nicht gut aus für den Leibarzt von Michael Jackson.

2009 war ein unheimliches Jahr - auch diese Stars sind 2009 viel zu früh von uns gegangen.