Mireille Mathieu: Große Trauer um ihre Mutter

Kalt ist es in Avignon: Die dicken Kalksteinmauern der Rhône-Metropole, die im Sommer so strahlend hell leuchten, wirken bei trübem Winterwetter grau und bedrückend. Und doch macht sich Mireille Mathieu (71) immer wieder auf den Weg durch die Straßen ihrer Heimatstadt zur Kirche Notre Dame de Lourdes.

Mireille Mathieu
Foto: Getty Images

Hier musste sie vor knapp zwei Jahren von ihrer geliebten Maman, ihrer Mutter Marcelle-Sophie († 94), Abschied nehmen.

Und noch immer vermisst die beliebte Sängerin ihre Mutter schmerzlich. Marcelle war einer der wichtigsten Menschen in Mireilles Leben – und ihre größte Stütze. Die als Spatz von Avignon bekannte Künstlerin hat zwar 13 Geschwister, sie war aber nie verheiratet und hat keine Kinder. Umso stärker war das Band zu ihrer Mutter, ihrer engsten Vertrauten. Wie ihr Leben ohne Maman weitergehen sollte? Das wusste die Französin vor zwei Jahren wirklich nicht.

 

Mireille Mathieu trauert noch immer

Schließlich stand ihr niemand so nah wie Marcelle. „Meine Mutter ist das Beste, was mir passieren konnte. Sie hat immer an mich geglaubt. Ohne sie wäre mein Leben dunkel“, sagte Mireille, als Marcelle noch lebte. Heute bekennt sie: „Ich spreche jeden Tag mit Maman. Im Traum hat sie mir schon oft einen guten Rat gegeben.“

Dazu gehört sicher auch das Weitermachen, das der Sängerin zunächst schwer gefallen sein dürfte. Doch bald dürfen sich ihre Fans auf ein Wiedersehen mit dem Spatz von Avignon freuen: Die Sängerin geht auf Tournee und macht dabei in Deutschland und Österreich Station! Mireille ist sicher: Die innere Stärke, nach dem schweren Verlust auf die Bühne zurückzukehren, hat Marcelle ihr geschickt: „Maman mochte es immer, wenn ich singe. Also muss ich weitermachen – allein für sie. Sie würde ganz sicher nicht wollen, dass ich aufhöre zu singen.“

Wenn also bald wieder ihre unverwechselbare Stimme erklingt, werden ihre Zuhörer ahnen: In diesem Moment singt Mireille nur für die geliebte Maman!