Mission Madonna

Nicht nur auf der Bühne gibt Madonna alles - sonst turnt sie durch die Fitnessstudios!
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Was passiert, wenn ein Sportmuffel das knallharte Sportprogramm von einer Sportsfreundin wie Madonna durchziehen will?

Hollywood wird von Schauspielern regiert? Oh, no! Hollywood ist das Reich der Super-Schlanken, Chirurgen-Chicks und Sport-Freaks. Wer in Hollywood nicht als Schein-Schwangere auf dem Titel eines US-Magazins erscheinen will, besucht den Beauty-Doc, hungert sich pünktlich zum Promo-Termin ein, zwei, drei Kleidergrößen runter oder lässt sich von seinem Personal Trainer über die Hollywood Hills scheuchen. Wer nicht mindestens einmal die Woche von den Paparazzi dabei abgelichtet wird, wie er schwitzig durch Los Angeels joggt oder die Pforten zu seinem Fitnessstudio durchschreitet? Ein potenzieller Faulpelz und Waschbärbauchträger!

Stars wie Jessica Biel würde man das nie unterstellen. Die sprintet mit Lover Justin Timberlake regelmäßig durch die Nachbarschaft. Gwyneth Paltrow plant zusammen mit ihrer Personal Trainerin Tracy Anderson eine Fitness-Kette. Jennifer Aniston ist jogasüchtig. Und last but not least ist da noch Madonna. Mit über 50 hat die Gute Muskeln wie Arnold Schwarzenegger und stattet dem Fitnessstudio ihres Vertrauens täglich einen mehrstündigen Besuch ab. Übertrieben? Verrückt? Krank? Egal! Wer ein Star sein will, muss sporteln! Aber wie ist das, wenn man wirklich jeden Tag ein Date mit seinem Trainer hat und die Formungen des eigenen Körpers ganz oben auf der To-Do-Liste stehen? Ich will's wissen. Ich werde für sieben Tage Madonna. Und wer nun meint, das sei keine Herausforderung, dem sei gesagt: Bislang hatte ich meine größten Erfolgserlebnisse im Sport beim Minigolf!

Ich gestehe: Ich bin ein Sportmuffel - und verdiene es, ausgelacht zu werden. Schwitzen finde ich ekelhaft. Beim Beach-Volleyball weiche ich dem Ball aus. Wenn ich es einmal in der Woche schaffe, mich von meinem Drahtesel zur Arbeit tragen zu lassen, ist das für mich die größte sportliche Leistung seit den Bundesjugendspielen. Und um ehrlich zu sein: Auf dem Hinweg geht es nur bergab! In meiner WG-Vergangenheit habe ich mir in Küche und Bad die Lagerfächer ausgesucht, die in der Mitte des Schrankes lagen, damit ich mich weder bücken noch strecken musste. Manchmal ist es mir sogar zu anstrengend, nach der Fernbedienung zu greifen. Daher muss mich wohl verbessern: Ich bin kein Sportmuffel - ich bin stinkfaul!

Unter diesen Voraussetzungen ist es nicht verwunderlich, dass ich Ehrfurcht vor all denjenigen empfinde, die offenbar Spaß an Sport haben. Vor denen, die nach Feierabend besonders feierlich verkünden, noch ins Fitnessstudio gehen zu wollen. Vor denen, die nach dem Wochenende erzählen, am Sonntag eine Stunde auf dem Laufband statt wie ich eine Stunde in der Schlange beim Eismann gestanden zu haben. Und vor all den Stars, die sich täglich um einen sexy Body bemühen. Irgendwas muss dran sein an diesem Sport. Oder aber an den Leuten, die ihn betreiben. Disziplin zum Beispiel. Aber was es auch ist: Ich werde es herausfinden!

Damit sei der Selbstversuch eröffnet. Ein Sportmuffel, ein Fitnessstudio, sieben Tage, viele Stunden und ein Ziel vor Augen: Was Madonna kann, kann ich schon lange! Vielleicht...

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