Nach Skandal-Abiball: Micaela Schäfer wehrt sich gegen die Nackt-Kritik

Mit ihrem Nackt-Auftritt bei einem Abiball sorgte Micaela Schäfer für reichlich Ärger. Doch davon will sich das Model nicht beirren lassen. Jetzt wehrt sie sich gegen die harsche Kritik.

Micaela Schäfer wehrt sich
Foto: GettyImages

Wer hätte gedacht, dass ein einziger Auftritt für so viel Furore sorgen kann? Bei einem österreichischen Abiball sorgte Micaela Schäfer gerade für großen Ärger, denn der Schulleiter wusste nichts von der Nackt-Show der DJane und machte seiner Empörung nach der Veranstaltung Luft.

"Ich habe damit keine Freude. Das habe ich auch dem Ballkomitee gesagt", erklärte er gegenüber den „Oberösterreichischen Nachrichten“. "Wir wollen als Höhere Technische Lehranstalt das Frauenbild nicht auf Sexualität reduzieren: Frauen sind die zukünftigen Techniker."

 
 

Micaela Schäfer wehrt sich

Doch das möchte Micaela nicht auf sich sitzen lassen. "Die Empörung des Direktors kann ich genauso wenig nachvollziehen wie die Behauptung, das Zeigen der Brust würde eine Frau auf Sex reduzieren. Besonders, wenn diese Aussage von einem Mann kommt", ärgert sie sich im Interview mit „RTL“. "Gerade von jemandem, der die 'Technikerinnen von morgen' ausbilden möchte, der die Frau als gleichberechtigt und frei in ihren Entscheidungen anerkennt, hätte ich eine andere Reaktion erwartet.“

Außerdem hätte sich die 35-Jährige etwas mehr Verständnis erhofft. "Wenn schon keine Aufgeschlossenheit gegenüber der Ausdrucksform der Nacktkunst, dann zumindest Verständnis dafür, dass ich mich im Umgang mit meinem Körper frei entscheide und mich nicht von gestrigen oder gesellschaftlich diktierten Frauenbildern leiten lasse." 

 

Es ging heiß her

Micaela hatte bei dem Auftritt so einen Spaß, dass sie sogar ihren Slip auszog. Im Gespräch mit "VIP" erklärte sie außerdem, dass sie die Veranwortlichen vor der Show ausdrücklich um Erlaubnis gebeten habe.  "Ich ziehe mich nicht ohne Erlaubnis aus. Ich biete es natürlich immer an - und zu 99,9 Prozent wollen es die Leute, weil deshalb buchen sie mich."

Direktor Bertram Geigl hat dafür dennoch kein Verständnis und kündigte an, den Landesschulrat über die Geschehnisse informieren zu werden. 

Für das Ballkomitee dürfte der Skandal-Auftritt trotzdem ein voller Erfolg gewesen sein, denn es wollte vor allen Dingen polarisieren.