Podenco-Mischling Symbolbild

Nach Tierquälerei mit Trockenshampoo: Münchner darf seinen Hund behalten

22.08.2017 > 11:11

© imago

Obwohl ein 46-jähriger Münchner seine Hündin, einen Podenco-Mischling namens Flavia, misshandelte, sie schlug und ihr sogar Trocklenshampoo ins Gesicht sprühte, darf der Mann das Tier behalten. Das Münchner Gericht verurteilte ihn lediglich zu einer Geldstrafe.

Die Hündin hatte mehrfach in sein Auto gemacht. "Aus Verärgerung packte der Hundehalter das Tier mit beiden Händen an der Kehle, würgte es, so dass es vor Schmerzen laut aufjaulte und schüttelte es. Sodann holte er mit der Faust aus und schlug den Hund zweimal mit Wucht. Anschließend sprühte er dem Hund aus einer Entfernung von 30 Zentimetern gezielt Trockenshampoo ins Gesicht", so das Gericht. 

misshandelter Hund Symbolbild

Weil er ins Auto machte: Münchner quält seinen Hund mit Trockenshampoo

Zahlen soll der Mann für diese grausame Tat nur 1350 Euro für den Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Das Gericht berücksichtigte dabei, dass der Angeklagte Hartz IV erhält und finanziell von seiner Mutter unterstützt wird. Aber: Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 

Darum muss der misshandelte Hund bei seinem Herrchen bleiben

Der Grund, warum der Münchner das Tier behalten darf: Obwohl er das Tier gequält hatte, habe Flavia keine Angst vor ihrem Herrchen. Sie höre jedoch nicht auf dessen Ansagen, soll eine Ärztin des Veterinäramtes laut der "Süddeutschen Zeitung" vor Gericht ausgesagt haben. 

Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass der Münchener im Affekt gehandelt und Flavia keine äußerlich bleibenden Schäden davongetragen habe, so die "SZ".

 
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