Natascha Kampusch: Nach 10 Jahren Freiheit bleibt eine Familie undenkbar

InTouch Redaktion

Acht Jahre lang wurde die damals 10-jährige Natascha Kampusch von Wolfgang Priklopil in einem Kellerverlies gefangen gehalten. Erst mit 18 Jahren kam sie frei.

Natascha Kampusch
Foto: getty

Was das für ihr Leben bedeutet kann man nur mutmaßen und trotz ihrer teilweise detaillierten Schilderungen wohl niemals ganz begreifen.

Seit ihrer Flucht sind zehn Jahre vergangen, die für sie ebenfalls eine große Herausforderung darstellen. Alleine körperlich hat sie noch Spätschäden zu erleiden. "Ich habe häufig Kreislaufprobleme. Und ich wäre wahrscheinlich drei Zentimeter größer, wenn ich Sonnenlicht abbekommen hätte", erklärt sie in der Closer. Auch ihre Ernährung sei ein Problem, da sie in ihrem Verlies immer wieder hungern musste.

Vor allem psychisch bleibt die schreckliche Erfahrung aber präsent. Sie ist natürlich noch immer in Therapie, doch ihr fällt es schwer Menschen zu vertrauen und auch die Familienplanung bleibt für sie undenkbar: "Nein, ich bin lieber alleine. Ich sag zwar oft, wenn ich gefragt werde 'Wer weiß.' Aber ich möchte eigentlich nicht heiraten. Und ich kann mir auch nicht vorstellen, Kinder zu bekommen. Obwohl ich denke, ich wäre eine gute Mutter."

Noch mehr zu ihrem Leben nach der Gefangenschaft ist in ihrem neuen Buch "10 Jahre Freiheit" nachzulesen.