Neue Gepäck-Gebühren am Flughafen: So spart man bares Geld!

Mit immer strengeren Gepäckregeln machen die Fluglinien Kasse. Mit diesen Tricks bekommt man seinen Koffer dennoch günstig ans Ziel!

  1. Standardgepäck - so viel darf mit
  2. Übergepäck - das wird teuer
  3. So reist man mit leichtem Gepäck
  4. Mit diesen Tricks packen Sie Ihren Koffer wie ein Profi:

Maße und Gewicht von Fluggepäck können ganz schön verwirrend sein. Nicht nur, dass jede Airline andere Vorgaben hat – auch eine einzelne Fluglinie kann schon für Gepäck-Chaos sorgen. Vor allem, wenn sie die Gebühren oft ändert. Die Billigfluglinie Ryanair etwa machte aus bisher zwei kostenlosen Handgepäckstücken eines – und das darf gerade mal Handtaschenformat haben. Kein Wunder, dass Reisende da irritiert sind. So behält man den Durchblick beim Gepäck und packt kostengünstig.

 

Standardgepäck - so viel darf mit

Früher waren die Gepäckregeln beim Fliegen übersichtlich. Meist durfte ein kleiner Koffer oder Rucksack als Handgepäck mit, dazu noch eine Handtasche – alles andere wurde beim Check-in aufgegeben. Doch heute unterscheiden sich Regeln und Maßangaben der Fluglinien extrem – und sie ändern sich häufig.

Ryanair etwa hatte erst zu Jahresbeginn entschieden, dass größeres Handgepäck am Gate aufgegeben werden muss – zunächst kostenlos. Ab November ist auch das anders: Im Preis inklusive ist nur noch eine Hand- oder Laptoptasche (40 x 20 x 26 cm). Abgesehen von Kinderwagen u. Ä. muss alles Größere beim Check-in aufgegeben werden (8–10 Euro) oder darf mit an Bord, wenn Priority Boarding gebucht wurde (6–8 Euro). Für große Koffer und Taschen, die mehr als zehn Kilo wiegen, zahlt man zwischen 20 und 25 Euro.

Hauptkonkurrent Easyjet ist da kundenfreundlicher. Ein Handgepäckstück darf bis zu 56 x 45 x 25 Zentimeter groß sein, eine Handtasche ist zusätzlich erlaubt. Aufgegebenes Gepäck kostet hier je nach Strecke und Tarif zwischen 17 und 32 Euro. Der Koffer darf nicht schwerer als 20 Kilogramm sein und die Summe aus Breite, Höhe und Länge nicht mehr als 275 Zentimeter betragen.

Die größte deutsche Fluglinie Lufthansa erlaubt bereits im günstigsten Tarif Economy Light ein größeres Handgepäckstück (55 x 40 x 23 cm) und eine Handtasche. Ab dem zweitgünstigsten Tarif Economy Classic ist auch Aufgabegepäck von bis zu 23 Kilo inklusive.

 

Übergepäck - das wird teuer

Tiefer in die Tasche muss bei Lufthansa allerdings greifen, wer auf Langstrecken mit Übergepäck fliegt. Ist der aufgegebene Koffer schwerer oder größer als erlaubt, zahlt man 150 Euro drauf. Wird beides überschritten, sind 300 Euro fällig. Andere Fluglinien berechnen die Preise meist nach Gewicht. Wichtig ist: Wer beim Packen merkt, dass sein Koffer zu schwer wird, sollte besser direkt online oder telefonisch dazubuchen.

Eurowings etwa verlangt bei bis zu neun Kilo Übergepäck am Flughafen min. 50 Euro. Wer vorher dazubucht, zahlt nur etwa die Hälfte. Bei Condor kann nur in 5-Kilo-Schritten für jeweils 39,99 Euro nachgebucht werden. Wird das Übergepäck erst am Flughafen bemerkt, zahlt man mindestens 50 Euro drauf.

Zwischenlandung: 33 Ryanair-Passagiere im Krankenhaus
 

Zwischenlandung: 33 Ryanair-Passagiere im Krankenhaus

Neben Übergepäck gibt es noch sogenanntes Sondergepäck. Das betrifft alles, was wegen Größe, Form oder Inhalt aus der Norm fällt. Das sind z. B. Musikinstrumente oder Sportgeräte. So vielfältig wie die Arten des Sondergepäcks sind auch die Preise, daher sollte man sich frühzeitig bei der Airline erkundigen.

 

So reist man mit leichtem Gepäck

Um nicht für Extrakilos draufzuzahlen, sollte schon das Eigengewicht der Verpackung gering ausfallen. Moderne Koffer bringen sogar mit robuster Hartschale oft weniger als drei Kilo auf die Waage. Wer sich zudem informiert, was alles in seiner Unterkunft bereitsteht, kann auf Unnötiges – wie etwa einen Föhn – verzichten. Kosmetikprodukte gibt es oft in Probiergrößen. Günstiger sind aber meist Reisesets zum Selbstbefüllen, die es in vielen Drogerien zu kaufen gibt. Bei Kleidung zählt vor allem die Kombinierbarkeit. Wählen Sie also Shirts, Röcke und Co., die sich so zusammenstellen lassen, dass für jeden Anlass etwas Passendes dabei ist. Zur Sicherheit sollte man den Koffer noch zu Hause wiegen. Ist er zu schwer, kann man versuchen, einige Teile bei Mitreisenden unterzubringen. Sind auch deren Koffer voll, hilft leider nur noch eins: konsequentes Aussortieren.

 

Mit diesen Tricks packen Sie Ihren Koffer wie ein Profi:

  • Sortieren: Damit nicht alles durcheinanderfällt, sollte man schwere Gegenstände wie Schuhe immer nahe der Rollen verstauen. Um die Sohlen abzudecken, eignen sich Einmal-Duschhauben hervorragend.
  • Rollen: T-Shirts, Kleider und Co. nehmen weniger Platz ein, wenn sie gerollt werden. Auch empfindliche Kleidungsstücke knittern dabei kaum, wenn man sie um eine Rolle aus Seidenpapier wickelt. Alternativ eignet sich auch älteres Zeitungspapier.
  • Lücken füllen: Erst zum Schluss kommen Unterwäsche und Socken in den Koffer. Den übrigen Platz mit zusammengeknülltem Zeitungspapier ausstopfen. Auf der Rückreise können Sie es durch Souvenirs ersetzen.