Noah Becker: "Als Kind lebte ich im Flugzeug"

Noah Becker (17), wird gerade auf der Fashion Week in Berlin für seine eigene Modelinie "Fancy" gefeiert. Seine Familie ist mächtig stolz auf ihn.

Noah Becker über seinen Vater Boris: "Er ist manchmal ein Dickkopf"
Noah Becker über seinen Vater Boris: "Er ist manchmal ein Dickkopf" Foto: GettyImages

Papa Boris Becker und seine Frau Lilly tragen seine stylishen Shirts so oft es geht, Lilly stellte sich sogar als Model für Noahs Show zur Verfügung. In einem Interview mit der "Bild" spricht Noah Becker nun zum ersten Mal über Persönliches aus seinem Leben, als Becker-Spross.

Da erfahren wir über Noah, dass er einen deutschen Pass hat, aber Deutsch trotzdem nur mit seinem Vater Boris spricht, weil sein kleiner Bruder Elias diese Sprache nicht beherrscht. Doch Noah Becker schlägt auch ernstere Töne an. So spricht er über die Zeit, als seine Eltern sich trennten, da war er gerade sechs Jahre alt:

"Es war halt so, dass es auf einmal nach Miami ging und Papa plötzlich immer seltener nach Hause kam. Aber hey, wir sind die Beckers wir halten echt zusammen." Den Kontakt zu seinem Vater hat er aber nie abgebrochen, ganz im Gegenteil, sie verstehen sich sogar sehr gut: "Ich denke, ein Vater versteht besser, wie ein Junge sich fühlt. Ich schreibe ihm täglich über Twitter."

Doch es war nicht immer alles schön im Hause Becker, denn als Kind eines Tennis-Stars steht man unter Dauerbeobachtung und muss ständig reisen: "Oh, ja. Als Kind lebte ich im Flugzeug. Ich war, hat Mama mal erzählt, erst drei Wochen alt, als ich zu den Australian Open geflogen bin. Das ging jahrelang so weiter. [...] Schau, wenn wir aus dem Haus gehen, waren immer überall die ganzen Fotografen. Dann siehst du als Kind natürlich die ganzen Pokale im Haus rumstehen. Als Kinder konnten wir das Haus ja nie ohne Bodyguards verlassen", erzählt er der "Bild".

Heute hat es viele Vorteile für Noah Becker einen berühmten Vater zu haben. Boris hat Noah sogar das Geld für den Start seines Labels geliehen, was er ihm durch den Erfolg aber schon wieder zurückbezahlen konnte. Außerdem hat sich Noah Becker von den Erfolgen seines Vaters inspirieren lassen. Ein T-Shirt-Motiv zeigt den Wimbledon-Sieg von Boris Becker:

"Es ist das erste T-Shirt, das ich für ihn entworfen habe. Ich habe lange nach dem richtigen Motiv gesucht. Es ist mein Zeichen des Respekts: Ich bin jetzt 17 er war damals auch 17, als er Wimbledon gewann. Ich habe mir seine Spiele auf YouTube angesehen. Ich wusste zwar immer, dass mein Papa berühmt ist, aber erst viel später habe ich realisiert, was er damals alles gewonnen hat."

Trotzdem gibt es einen harten Konkurrenzkampf zwischen Vater und Sohn. Noah will sogar noch erfolgreicher werden als sein Papa: "Papa und ich, wir sind beide Kämpfer. Wir duellieren uns eigentlich in allem: Wer kann die meisten Burger essen, wer trifft die meisten Körbe beim Basketball. Das sind die Beckers, wir sind alle sehr ehrgeizig."

Das merkt man vor allem daran, dass Noah Becker ganz genau weiß, was er will. Seine Pläne für die Zukunft sind schon sehr konkret: "Nächstes Jahr mach ich meinen Highschool-Abschluss, dann ziehe ich aus. Ich gehe nach New York und besuche eine Modeschule."

Das beschäftigt gerade Boris Becker