Oscars 2016: Dieses Jahr wird es keine Dankesreden geben

Schon in den letzten Jahren wurden die Gewinner des begehrten Filmpreises mit der Einblendung von Musik gebeten sich bei ihren Dankesreden kurz zu halten.

Dabei waren genau diese Dankesreden bei den Oscars vor allem die Gelegenheiten, in denen die großen emotionalen Momente der Oscar-Geschichte geschehen sind.

Oscars 2016
Foto: getty

Seit diesem Jahr soll Schluss damit sein. Dieses Jahr muss jeder Nominierte im Vorfeld angeben, wem er zu danken gedenke. Academy-Award-Produzent David Hill begründet die Voranmeldung der Danksagungen damit, dass so keiner eine wichtige Person vergessen könne, weil die Zeit ja so begrenzt sei. Lediglich 45 Sekunden haben die Gewinner Zeit, sich zu dem größten Gewinn ihrer Schauspielkarrieren zu äußern. Da bleibt kein Raum für große Emotionen oder bewegende Statements. "Hallo - vielen Dank an Mama, Papa, Partner - Tschüß." Richtige Dankesreden wird es nicht mehr geben. 

Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass sich die Academy so auch vor unerwünschten politischen Statements absichern möchte. Besonders in diesem Jahr könnte es zu einigen äußerst unbequemen Statements für die Academy kommen. Viele schwarze Schauspieler boykottieren die Oscar-Verleihung, weil zum wiederholten Male ausschließlich weiße Schauspieler nominiert sind. Das Risiko, dass jemand diese Thematik in der Dankesrede aufgreift, will man wohl nicht riskieren...

 

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