Platzmangel: Zoo tötet neun gesunde Löwenbabys

Platzmangel: Zoo tötet neun gesunde Löwenbabys

14.01.2018 > 17:05

© Getty Images

Immer wieder gelangen erschütternde Praktiken im Umgang mit Zootieren an die Öffentlichkeit - auch diese Meldung macht sprachlos.

Aus schlichten Platzgründen hat ein schwedischer Zoo neun gesunde Löwenbabys getötet.

Wie der Zoo Boras Djurpark in der Nähe von Göteburg selbst bestätigte, seien seit 2013 insgesamt neun Löwenjunge getötet worden, weil der Platz zu knapp war.

"Sie wurden zu groß und haben nicht mehr hineingepasst“, erklärte Zoo-Direktor Bo Kjellson dem heimischen Fernsehsender SVT die schockierende Praxis, die als "Populationsmanagement" bezeichnet würde.

Zuvor habe man ohne Erfolg versucht, die Tiere an andere Zoos zu verkaufen oder zu verlegen.

Alle neun Löwenbabys hatten bereits Namen: "Simba", "Rafiki", "Nala" und "Sarabi", die im Frühjahr 2012 zur Welt kamen, wurden vom Zoo im Herbst des Folgejahres eingeschläfert. Zwei Jahre später entledigte der Tierpark sich "Kiara", "Banzai" und "Kovu". Erst vergangene Woche wurden die Löwenbabys "Potter" und "Weasley", die 2016 auf die Welt gekommen waren, Opfer des sogenannten Populationsmanagements des Zoos.

Auch in anderen Zoos rufen neben dem Populationsmanagement auch nicht artgerechte Haltungsbedingungen und wirtschaftlich ausgerichtete Zuchtpraktiken das Verstören und die Abscheu zahlreicher Tierfreunde auf den Plan.

Tierschutzorgaisationen wie PETA fordern ein Nachzuchts- und Importverbot für deutsche Zoos und setzen sich für die Umfunktionierung von Tierparks als Auffangstation für misshandelte, nicht artgerecht gehaltene oder vernachlässigte Tiere unter anderem aus Zirkunshaltung ein.

 
TAGS:
Anzeige

Shoppe wärmende Boots auf otto.de!

Lieblinge der Redaktion