Promi Big Brother 2017: So sah Jens Hilbert früher aus

InTouch Redaktion
Jens Hilbert früher
Foto: Sat.1

Er ist der Paradiesvogel auf dem roten Teppich: Erfolgs-Coach und Unternehmer Jens Hilbert zieht mit seiner extravaganten Erscheinung alle Blicke auf sich. Seine Idee, europaweit Studios für dauerhafte Haarentfernung zu eröffnen, hat ihn zum Millionär gemacht. Doch hinter der schillernden Person, die er heute ist, liegt ein langer Leidensweg. Gepflastert mit Selbstzweifeln, Schikanen, Ausgrenzung.

 

Sie waren schon immer anders als die anderen ... Wie schlimm war ihre Jugend?

 

Mein Klassenzimmer befand sich im obersten Stockwerk der Schule. Ich musste deshalb jeden Tag unter Hohn und Spott an allen vorbei die Treppe nach oben laufen. Das war nur eine der Erniedrigungen. Leider hatte ich keine Freunde, um mich auszutauschen. Auch zu Hause war niemand, mit dem ich sprechen konnte.

Jens Hilbert Promi Big Brother 2017
 

Jens Hilbert: Sein Freund fängt ihn auf

 

Wie sind Sie mit der Situation umgegangen?

 

Als ich etwa zehn Jahre alt war, und nicht mehr alleine mit dem Schmerz klarkam, fing ich schon damals an, Coaching-Bücher zu lesen. Ich habe mich nirgendwo verstanden gefühlt und deshalb alles mit mir selbst ausgemacht.

 

Gab es einen Wendepunkt in Ihrem Leben?

 

Kurz vor der Pubertät hatte ich Momente, wo ich nicht mehr leben wollte. Doch tief in mir drin bin ich ein positiver Mensch. Es gab keinen bestimmten Anlass - aber irgendwann wurde mir klar, dass ich so nicht weitermachen will. Ich wollte kein hässliches Entlein mehr sein.

 

Jens Hilbert: Ich habe mich nirgendwo verstanden gefühlt

 

Haben Ihre Eltern nichts bemerkt?

 

Sie haben gespürt, dass ich schwul bin, aber sie haben sich damals nicht mit dem Thema auseinandergesetzt. In meinem Buch habe ich die schlimmen Kindheitserlebnisse verarbeitet. Als sie es gelesen hatten, standen sie eines Nachts völlig aufgelöst vor meiner Tür. Sie hatten keine Ahnung wie es mir damals wirklich ging. Es tat ihnen sehr leid.

 

Was haben Sie aus dieser Zeit gelernt?

 

Wenn mich etwas zu viel Energie kostet, trenne ich mich davon! Ich stehe zu meiner Meinung, auch wenn sie polarisiert.

 

 

Apropos Polarisieren. Sie haben einen sehr auffälligen Kleidungsstil ...

 

Erst als ich mich mit 28 zu meiner Homosexualität bekannte, fing ich auch tatsächlich an, die Klamotten zu tragen, die mir gefallen. Vorher habe ich Zweireiher in Anthrazit getragen, nur um hetero rüberzukommen!

 

Heute sind Sie ein gern gesehener Gast bei Society-Events. Wie kam es dazu?

 

Vor zwei Jahren habe ich Mariella Ahrens (45) kennengelernt. Wir verstanden uns so gut, dass ich sie gefragt habe, ob sie Markenbotschafterin meines Unternehmens hairfree werden möchte. Wir wurden Geschäftspartner und sehr gute Freunde. Bei unserer ersten gemeinsamen Gala 2012 kamen wir als Paar gut an. Dann kam eins zum anderen.

 

Was raten Sie jemandem, der etwas verändern will?

 

Sich selbst treu zu bleiben und den Mut zu haben, auch mal ein Risiko einzugehen.

 

 

Trendige Sneaker auf otto.de entdecken