Markus Deibler

Schwimmer Markus Deibler ätzt gegen das Dschungelcamp

12.08.2016 > 12:24

© getty

So richtig abgeräumt haben die deutschen Olympioniken noch nicht bisher. Schwimmer Markus Deibler setzt einen drastischen Vergleich an, der klar macht, was er von der deutschen Unterhaltungsindustrie hält, in der Sportler, wenn sie nicht Fußballer sind, eben doch eher in den unteren Gehaltsklassen liegen.

"In einem Land, in dem ein Olympiasieger 20.000 Euro Prämie bekommt und ein Dschungelkönig 150.000 Euro, soll sich niemand über fehlende Medaillen wundern", giftet er auf Facebook. Weiter lässt er sich über mangelnde Förderung aus und auch darüber, dass viele andere Länder im Vergleich zu Deutschland deutlich laschere Dopingkontrollen haben.

Sein Statement wird von vielen im Netz gefeiert. In 14 Stunden wurde der Beitrag bereits über 4200 Mal geteilt und knapp 32.000 Mal geliked. Auch die Like-Zahlen seiner Seit schießen rasant nach oben.

Aber nicht jeder stimmt ihm bei seinem Vergleich zu, der zugegebenermaßen etwas hinkt.

Ex-Dschungelcamper Julian F.M. Stoeckel ärgert sich auf Facebook: "Es zwingt ihn niemand zu schwimmen! Und es gibt viele ehemalige Spitzensportler, die das Dschungelcamp als Werbeplattform für ihre eigene Person genutzt haben."

Zum einen ist es natürlich schwierig die Strukturen im deutschen Sport, mit den Entertainment-Produktionen von RTL zu vergleichen. Zum anderen ist es auch ein uralter Hut, dass einige Menschen gefühlt zu unrecht viel zu viel Geld verdienen. So kann man sich durchaus über die Fairness streiten, warum ein Rocco Stark seine Monatsmiete mit einem Facebook-Post einfährt und andere Menschen dafür 40 Stunden die Woche schwer arbeiten.  

 
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