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Sex-Skandal in Hollywood: Diese Promi-Frauen klagen an

19.10.2017 > 14:34

© GettyImages

Es ist die wohl schlimmste Schock-Nachricht des Jahres: Kino-Mogul Harvey Weinstein hat sich in den letzten Jahren immer wieder an zahlreichen Schauspielerinnen vergangen. Nachdem die US-Tageszeitung „New York Times“ die ersten Geschichten über den 65-Jährigen enthüllte, melden sich nun immer mehr Hollywood-Größen zu Wort, die Opfer von Weinstein wurden.

 

Doch warum haben so viele Frauen so lange geschwiegen?

„Niemand hat etwas gesagt, weil alle Angst hatten“, erklärt Cara Delevingne . Oscar-Preisträgerin Gwyneth Paltrow, die gleich zu Beginn ihrer Karriere von Harvey belästigt wurde, sagt:„Ich wusste, dass er mich sonst feuert. Ich wurde gezwungen, nichts zu sagen.“ Und als seien solche Drohungen allein nicht schon schlimm genug, deutete Weinstein an, dass wenn Frau nicht willig war, auch der jeweilige Freund, Liebhaber oder Ehemann in der Film-Branche keinen Job mehr bekommen würde.

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Harvey Weinstein: Selbstmordskandal um den Produzenten

Kein Einzelfall: Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes in Berlin (ADS), weiß: „Nach allem, was wir hören, wurde hier ein von Sexismus geprägtes Klima geschaffen, in dem Frauen wohl zu Recht um ihre Karriere fürchten müssen, wenn sie solche Gewalterfahrungen öffentlich machen. Grundsätzlich ist es so, dass Frauen sexuelle Belästigung und sexuelle Gewalt viel zu selten zur Anzeige bringen. Das kann verschiedene Gründe haben. Viele schämen sich, suchen die Schuld bei sich oder haben einfach zu wenig Hoffnung, dass tatsächlich etwas unternommen wird. Es gibt leider auch nicht wenige Fälle in Unternehmen, in denen am Ende die betroffene Frau versetzt oder ausgegrenzt wird oder ihr Falschaussagen vorgeworfen werden.“ Auch in Deutschland hat laut einer Studie der ADS fast die Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz schon einmal erlebt oder beobachtet – doch dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden, ist eher selten.

 

Viele Frauen geben sich selbst die Schuld

Viele schämen sich, suchen die Schuld bei sich oder haben einfach zu wenig Hoffnung, dass tatsächlich etwas unternommen wird. Es gibt leider auch nicht wenige Fälle in Unternehmen, in denen am Ende die betroffene Frau versetzt oder ausgegrenzt wird oder ihr Falschaussagen vorgeworfen werden.“ Auch in Deutschland hat laut einer Studie der ADS fast die Hälfte aller Beschäftigten in Deutschland sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz schon einmal erlebt oder beobachtet – doch dass die Täter zur Rechenschaft gezogen werden, ist eher selten.

"Ich erkenne an, dass die Art, wie ich mich in der Vergangenheit gegenüber Kollegen verhalten habe, viel Schmerz verursacht hat, und dafür möchte ich mich aufrichtig entschuldigen“, so Weinstein. Leere Worte, werfen ihm die betroffenen Frauen vor. Nichts als selbstmitleidiges Jammern ohne wirklich Reue zu zeigen oder die zerstörerischen Ausmaße seiner Taten zu erfassen. Jeden Tag brechen mehr Frauen ihr Schweigen, klagen Weinstein öffentlich an, unterstützen sich gegenseitig und rebellieren gegen Hollywoods Macho-Machtgesellschaft. Unter dem Hashtag #metoo (dt. „ich auch“) outen sich jetzt auch Frauen aus anderen Berufszweigen und fordern die Öffentlichkeit auf, sich mit dem Thema mehr auseinanderzusetzen. Harvey Weinstein selbst bekommt einige Folgen bereits deutlich zu spüren: Seine Ehefrau Georgina Chapman hat ihn verlassen, sein Bruder ihn aus der gemeinsamen Weinstein Company gefeuert, zudem wurde er von der Oscar-Akademie ausgeschlossen.

Die ganze Geschichte lest Ihr in der aktuellen inTouch!

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