Susan Sideropoulos: Angst um ihre Söhne!

InTouch Redaktion

Eigentlich gilt Susan Sideropoulos (37) als Frohnatur, die scheinbar nichts erschüttern kann. Doch nun zeigte die sonst so fröhliche Schauspielerin ihre ernste Seite. Es geht um ihre jüdischen Wurzeln und um Antisemitismus - und auch um ihre Kinder.

Ihre beiden Jungs Liam (6) und Joel (8) hält Susan eigentlich aus der Öffentlichkeit heraus - dabei stehen die Jungs gelegentlich für TV-Spots vor der Kamera. "Aber meine Kinder machen das nur hin und wieder, wenn eine coole Anfrage kommt", erklärt Susan Sideropoulos gegenüber "Closer. "Das Geld geht dann auf ein Sparkonto. Und nach außen hin weiß niemand – außer die jeweilige Produktion –, dass es meine Söhne sind. Ich möchte das ganz klar trennen."

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Auch Susan selbst arbeitet gerade an einem neuen TV-Projekt. "Ich habe eine Produktionsfirma gegründet, Summer Sisters Film, und schreibe u. a. eine jüdisch-muslimische Komödie", verrät sie. "Leider ist es schwieriger, sie unterzubringen als gedacht. Es sind einfach Ängste da, sich dem Thema zu nähern. Aber ich bleibe dran!"

Susan Sideropoulis und ihr Mann Jakob Shtizberg sind selbst Juden. Die beiden lernten sich vor 22 Jahren in einem jüdischen Ferienlager kennen. 2005 heiraten sie standesamtlich, ein Jahr später nach jüdischem Brauch. Anfeindungen hat die Schauspielerin allerdings noch nie erlebt. "Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich sehr offen damit umgehe, ich komme ja aus einer Multikulti-Familie. Ich würde niemals einem Palästinenser skeptisch gegenübertreten. Wenn ich ihn mit seinem Kind auf dem Spielplatz treffe, bin ich genauso entzückend zu ihm wie zu jedem anderen", stellt sie klar.

 

Susan Sideropoulos will ihre Kinder schützen

Um ihre Kinder macht sie sich jedoch Gedanken. "Meine Kinder sind in einer jüdischen Schule und dadurch, was das Thema angeht, isoliert. Daher ist ihnen so was zum Glück noch nie passiert. Ich weiß aber nicht, wie es auf einer anderen Schule wäre", gesteht sie. Was sie belastet: "Dass vor der Schule immer noch Polizisten zum Schutz abgestellt sind, ist wirklich traurig. Ich kenne es leider auch nicht anders aus meiner Kindheit. Es ist schon fast verrückt, dass man 2018 vermehrt wieder Angst haben muss, denn ich möchte keine Angst haben."

Und das vermittelt sie auch ihren Kindern: "Ich erziehe sie dahingehend, dass sie allen Menschen gegenüber offen und freundlich auftreten."

Die aktuellen Unruhen in Israel machen ihr dennoch sehr zu schaffen. "Wir reisen jedes Jahr ein- bis zweimal nach Israel. Zuletzt waren wir im April dort und fliegen wieder im Oktober. Wir besuchen Verwandte und viele Freunde, die dort sind. Aber ich finde auch, dass sehr einseitig berichtet wird. In Syrien sterben täglich Tausende von Menschen, und gefühlt interessiert es hier niemanden. In Palästina sterben zehn Menschen, und die ganze Welt ist in Aufruhr, weil es mit Israel zu tun hat. Da stimmt doch was nicht. Ich kann nur jedem raten, sich sein eigenes Bild zu machen und nach Tel Aviv zu fahren."