Der Mann trug ein "Nicht wiederbeleben"-Tattoo

Tattoo sorgt für Todesdrama: Ärzte lassen betrunkenen Mann sterben

03.12.2017 > 14:37

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Als ein stark alkoholisierter Mann in eine Klinik in Miami eingeliefert wurde, war sofort klar, dass Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet werden mussten. Doch das gestaltete sich schwieriger als gedacht.

Die Ärzte entfernten die Kleidung des 70-Jährigen und entdeckten auf seiner Brust ein Tattoo, auf dem „Nicht wiederbeleben“ stand. Der Patient war bewusstlos und sein Puls wurde immer schwächer. Innerhalb kürzester Zeit versammelten sich mehrere Ärzte in dem Zimmer und diskutierten darüber, ob es sich bei dem Tattoo nur um einen Scherz oder einen ernsthaften Wunsch handelt.

Normalerweise ist bei solchen Dingen eine Patientenverfügung notwendig. "Wir haben manchmal Scherze darüber gemacht, dass man sich das doch tätowieren lassen müsste, damit Ärzte im Notfall sofort Bescheid wissen, doch dann liegt auf einmal der Patient vor Dir, Du siehst es und denkst nur: 'Das gibt's doch nicht'", berichtet der Arzt im Nachhinein. "Wenn ich das Tattoo nicht gesehen hätte, hätte ich ihn sicher an eine Beatmungsmaschine angeschlossen. Man weiß nicht so richtig, wie man sich entscheiden soll. Denn manche lassen sich in jungen Jahren ein Tattoo stechen, vielleicht sogar im Suff und bereuen es dann. Aber in diesem Fall schien es ernst zu sein.“

Die Ärzte entschieden sich dazu, keine wiederbelebenden Maßnahmen einzuleiten. Innerhalb von zwei Stunden gelang es dem Krankenhaus, die rechtsverbindliche Patientenverfügung des Mannes aufzutreiben. Er verstarb am nächsten Morgen.

 
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