Til Schweiger: Ermittlungen wegen Volksverhetzung

Ausgerechnet Til Schweiger wurde wegen Volksverhetzung angezeigt. Der Schauspieler und Regisseur machte in den vergangenen Wochen mit seinen Plänen für ein Flüchtlingsheim von sich reden.

TIl Schweiger wurde angezeigt
Til Schweiger wurde angezeigt
Foto: Brian Dowling/WENN.com

Der 51-Jährige hat eine ehemalige Kaserne gekauft und möchte diese renovieren, um sie Flüchtlingen als Unterkunft zur Verfügung zu stellen. Um sein Projekt publik zu machen, war er unter anderem bei „Menschen bei Maischberger“.

Auch dort vertrat er seine Meinung und erklärte sein Engagement für Flüchtlinge und gegen deren Gegner. Im Zuge dessen fiel die Äußerung, wegen der er nun die Staatsanwaltschaft am Hals hat. Es ging um eine Demonstration in Freital, wo gegen eine Flüchtlingsunterkunft protestiert wurde: „Ich glaub noch nicht mal, dass ein Politiker nach Freital gehen muss, es würde einfach reichen, wenn die zwei Hundertschaften da hinschicken und die Leute einkassieren, und sagen 'heute Nacht bleibt ihr im Knast, denkt mal darüber nach, was ihr hier macht, und morgen kommt ihr hier nicht mehr her'“, so Til Schweiger.

Einem Mann aus Münster gefiel diese Aussage gar nicht, er erstattete Anzeige und schrieb, Schweiger habe „die Grenze zwischen Provokation und strafbarer Volksverhetzung überschritten“. Seine Aussage sei eine „Aufforderung zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen Teile der Bevölkerung, sie ist auch geeignet, den öffentlichen Frieden zu stören.“

Laut dem Hamburger Abendblatt rechnen Experten allerdings damit, dass sich Til Schweiger darüber keine großen Gedanken machen muss. Sie glauben, dass das Verfahren eingestellt wird.