Tornado-Gefahr in Deutschland steigt an

InTouch Redaktion
Tornados drohen: Die erste Wolke ist explodiert!
Foto: iStock

Es war der 11. Juli 1968 – der Tag, der Pforzheim für immer veränderte. Ein Tornado verwüstete die Stadt in Nordrhein-Westfalen – es war der bisher schwere Wirbelsturm in Deutschland.

Innerhalb kürzester Zeit wurden ganze Stadtteile von dem Tornado verwüstet. Hunderte Menschen wurden dabei verletzt, zwei starben und mehr als 1.700 Häuser wurden beschädigt. In Pforzheim wurde daraufhin der Katastrophenalarm ausgelöst.

„Pforzheim hat gezeigt: Auch in Deutschland können extrem zerstörerische Tornados auftreten. Zum Glück werden solche Wetterextreme hierzulande aber selten bleiben“, sagt Tornadoexperte Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst.

Tornados gelten als extrem gefährlich, sind aber nur schwer vorhersehbar: „Tornados treten vor allem in der sommerlichen Gewittersaison auf. Sie sind sehr kleinräumig und haben oft nur eine Lebensdauer von wenigen Minuten. Deshalb sind grundsätzlich keine räumlich und zeitlich exakten Warnungen vor Tornados möglich“, so der Wetterexperte.

 

Künftig mehr Tornados in Deutschland

In Zukunft könnten in Deutschland noch stärkere Tornados drohen – besonders bei längeren Hitzewellen wäre das der Fall. „Diese Szenarien sprechen nicht generell für eine Zunahme von Tornados in Deutschland, da lange Trockenperioden das Tornadorisiko mindern. Kommt es allerdings im Sommer zu immer heftigeren Gewittern, wächst das Risiko sehr zerstörerischer Tornados“, so der Meteorologe.